Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft

Zukunftsvision? Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Immobilienwirtschaft

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Künstliche Intelligenz. Das kennen wir doch aus Filmen, oder? Doch selbstlernende Technologien bleiben längst nicht mehr auf der Leinwand, sondern finden ihren Weg in verschiedene Branchen. Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft lässt nicht mehr lange auf sich warten. Der nächste Schritt der Digitalisierung.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Auf der Konferenz FUTURE: PropTech wird Artificial Intelligence zum Thema
  • KI soll präzise und zuverlässige Automatisierung mit sich bringen
  • Vernetzte Abläufe sollen Mitarbeitern mehr Zeit für relevante Aufgaben geben
  • Smart Building als Vorzeigevision des Gebäudes von Morgen

FUTURE: PropTech diskutiert die Zukunft

Die internationale Konferenz FUTURE: PropTech ist mittlerweile ein etabliertes Event der Immobilienwirtschaft. Bereits zum vierten Mal findet die Veranstaltung am 2. Mai 2018 in London statt. Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen der Immobilienbranche treffen aufeinander, um die vielversprechendsten Trends der Branche zu diskutieren und einen Ausblick zu geben. Dieses Jahr werden Technologien wie Big Data, Blockchain, das Internet of Things und Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft (AI oder Artificial Intelligence) die Topthemen sein.

Schwerpunkt auf technologischer Entwicklung

Eins der größten Themen der Veranstaltung wird „Artificial Intelligence“ sein, der deutsche Begriff lautet Künstliche Intelligenz (KI). Dabei handelt es sich um Technologien, die Probleme durch maschinelles Lernen (Machine Learning) selbstständig erkennen, lösen und den maschinellen Prozess optimieren können. Als intelligent werden dabei Maschinen bezeichnet, die menschliches Verhalten simulieren und selbstständig erlernen können. Dazu kommt häufig das sogenannte „Deep Learning“ zum Einsatz. Deep Learning ist ein Teilbereich des Machine Learnings, das neuronale Netze nutzt. Deren Struktur ist der unseres Gehirns- bzw. unserer Nervenzellen (Neuronen) nachempfunden.

 

Während Künstliche Intelligenz lange Zeit für viele ein Thema aus der Science-Fiction-Welt war, kommen Menschen mittlerweile zunehmend in ihrem Alltag damit in Berührung. Heutzutage muss man nicht in der Matrix leben, es genügt schon, einen intelligenten Sprachassistenten wie beispielsweise Amazons Alexa, Cortana von Microsoft oder ein Apple Smartphone mit Siri zu besitzen. Neben Smart Home Systemen für Privatanwender machen sich vor allem auch Unternehmen die automatisierten Abläufe und selbstständig agierenden Programme zunutze.

Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft

Lange Erneuerungszyklen, schriftlicher Informationsaustausch, Terminabsprachen per Briefsendung und sich stapelnde Dokumente. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sind Sie mutmaßlich in der Immobilienwirtschaft tätig. Denn reden wir den Status Quo nicht schön: Verglichen mit anderen Branchen hängt die Immobilienbranche in Sachen Digitalisierung noch hinterher. Doch es tut sich etwas. Immer mehr Unternehmen, wie zum Beispiel Deutsche Wohnen, degewo, Schindler oder Strabag gehen das Thema digitale Evolution aktiv an, um sich auch langfristig am Markt behaupten zu können.

 

Dennoch gibt es eine Menge aufzuholen, insbesondere im Vergleich zu anderen Branchen. Wir leben in einer vernetzten Welt und kein Unternehmen, keine Branche, kein Selbstständiger kann unabhängig von anderen Marktteilnehmern agieren. Daraus ergibt sich ein wechselseitiger Mehrwert. Durch die Zusammenarbeit von innovativen und erfahrenden Unternehmen können Projekte erfolgreich und mit neuen Denkansätzen umgesetzt werden.

 

Was hat nun aber Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft zu suchen? Ist das nicht eine Nummer zu abstrakt? Fakt ist, Artificial Intelligence ist längst kein Geheimprojekt mehr aus dem Silicon Valley. Die Vorteile der Technologie machen sich inzwischen unterschiedliche Industriezweige zu nutzen. Auch in der Immobilienbranche kommt die Technologielangsam an.
Dabei kann KI an fast jedem Prozess der Wertschöpfungskette ansetzen. Es werden längst mehr Daten gesammelt, als es Menschen möglich ist ohne technologische Hilfe zu verarbeiten und sinnvoll auszuwerten. Durch intelligente Vernetzung und selbstständige Problemlösung werden Abläufe verkürzt und mittels eigenständiger Erweiterung optimiert.



Das Gebäude der Zukunft

Ein Bereich, in dem Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft ansetzt, sind sogenannte Smart Buildings. Dort kommen Systeme zum Einsatz, die übergeordnet verschiedene Funktionen miteinander verbinden und in Relation setzen.

 

Beispielsweise können smarte Systeme die Leistung der Belüftungsanlage der im Raum befindlichen Personen anpassen. Durch Sensorik wird zum Beispiel die Instandhaltung von Gebäuden automatisiert. Schimmel kann frühzeitig erkannt oder Abnutzung verhindert werden. Vernetzte Zutrittskontrolle erhöht die Gebäudesicherheit. Die Zukunftsvision von Bürogebäuden beinhaltet ein selbstständiges System, das in menschlicher Sprache Termine und Raumbuchungen organisiert und die Bedingungen wie Belüftung oder Zutrittsrechte dementsprechend anpasst.
Stellenabbau für einen vorübergehenden Trend?

 

Das Thema Künstliche Intelligenz wird von vielen skeptisch gesehen. Nun, da intelligente Programme zu etwas Greifbarem werden, das den Weg in Alltag und Arbeitswelt findet, werden auch die Sorgen präsenter. Automatisierung bedeutet häufig den Abbau zahlreicher Arbeitsplätze. Mitarbeiter der Wohnungswirtschaft fürchten, im Zuge der Digitalisierung durch Maschinen ersetzt zu werden. Oft wird dabei im ersten Moment allerdings vergessen, dass die Schnittstelle nach wie vor der Mensch ist. Ein zentraler Punkt in jedem Digitalisierungsprozess ist daher die Weiterbildung der Mitarbeiter. Zusätzlich werden Experten hinzugezogen.



 

Die Frage, ob KI Stellen beeinflussen wird, lässt sich demnach bejahen. Allerdings bleibt zu beachten, dass dies mutmaßlich einen positiven Einfluss auf die meisten Beschäftigten haben wird. Prozesse, die sie normalerweise von wichtigeren Aufgaben abhalten, können durch KI ausgelagert werden.

 

Eine weitere Befürchtung besteht aus zwei entgegengesetzten Meinungen. Zum einen besteht die Angst, den Anschluss zu verpassen. Das führt schnell zu überstürzten Entscheidungen und dem Einbezug von wenig ausgereiften oder zu vielen Lösungen auf einmal. Zum anderen halten sich Unternehmen damit zurück, Maßnahmen zum Kennenlernen und Einbeziehen von KI-Technologien einzuleiten. Dass der Trend vorüberzöge und mit der Immobilienwelt nichts zu tun habe, wurde allerdings im Laufe der Digitalisierung bereits wiederlegt.

Fokus auf relevante Tätigkeiten

Standen viele zu Beginn der Digitalisierung kritisch gegenüber, beweist sich mit der Zeit, dass Offenheit gegenüber technologischen Neuerungen auszahlt. Das Durchbrechen veralteter Strukturen erwirkt in vielen Fällen eine Steigerung der Effizienz, Sicherheit und verbesserten Kommunikation. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in der Immobilienwirtschaft als Technologie, die verschiedene Bereiche nachhaltig miteinander verknüpft, lässt einen ähnlichen Einfluss vermuten. Wichtig dabei ist sicherlich, sich von dieser nächsten bedeutsamen Stufe der Digitalisierung nicht überrollen zu lassen.

 

Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen rund um das Thema Digitalisierung mit verschiedenen Schwerpunkten stellen die Verbände der Wohnungswirtschaft regelmäßig zur Verfügung. Beispielweise der DDIV, BFW und BBU stellen Informationen und Arbeitskreise zur Verfügung.

 

Empfehlenswert ist hier die Zusammenarbeit mit Experten und Unternehmen, die Lösungen anbieten, deren Anwendung einfach und unkompliziert ist und ohne große Kosten und Aufwand in Pilotprojekten getestet werden kann. Die Künstliche Intelligence bzw. das maschinelle Lernen läuft meist im Hintergrund ohne dass Anwender es mitbekommen. Es daher auch nicht nötig, dass Immobilienunternehmen eine eigenen AI Abteilung aufbauen oder selbst Lösungen entwickeln und damit wertvolle Zeit verlieren.

 

Mitarbeitern sollte nicht die Anstellung, sondern automatisierbare Aufgaben abgenommen werden. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, sich auf die tatsächlich relevanten Beschäftigungen fokussieren zu können. KI bringt Verlässlichkeit und Präzision in Strukturen, die menschliche Tätigkeiten anfällig für Fehler machen. Intelligente Technologien können durch ihre Fähigkeit, große Datenmengen selbstständig auszuwerten und anzuwenden, als Ergänzung in verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungskette fungieren.

 

Digitale Systeme finden den Weg in unseren Arbeitsalltag. Sie möchten den digitalen Wandel nicht verpassen? Unsere Experten beraten Sie gerne! 

Kostenlose Beratung

Karsten Nölling

Der Experte für Wohnungswirtschaft Karsten Nölling ist seit September 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung der KIWI.KI GmbH. Bereits seit Ende 2014 war er als Vertriebsleiter bei KIWI tätig und Mitglied des Executive Committees. Vor KIWI entwickelte er als Firmengründer einen digitalen Concierge Service für Hotels und war als Head of Operations für das Startup 9flats verantwortlich. Davor war Karsten Nölling Unternehmensberater bei McKinsey & Company und Projektleiter für Lean Manufacturing bei Mercedes-Benz. Bei Twitter ist er zu finden als @KarstenNoelling.

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