Die Idee hinter KIWI Buzz
Der Handwerkerauftrag ist vergeben, es ist aber nicht klar, welche konkrete Person vor der Tür steht und rein muss. Klingt wenig aufregend, verursacht in der Praxis der Wohnungsunternehmen aber täglich Kopfschmerzen und Kosten.
Es ist eine Situation, die jede Hausverwaltung kennt – und die bis heute erstaunlich schwer zu lösen ist.
Denn die bisherigen Optionen sind selten wirklich gut:
Jemand fährt extra hin und schließt auf. Oder Dienstleister bekommen Dauerschlüssel, die später niemand mehr sauber nachverfolgen kann. Selbst digitale Zutrittssysteme stoßen hier oft an Grenzen, weil Besucher normalerweise vorher im System angelegt werden müssen – und man dafür eben die Person kennen muss, was gerade bei größeren Dienstleistern nicht immer einfach ist
Und was passiert bei ungeplanten Einsätzen? Bei spontanen Lieferungen? Wenn mitten in der Nacht ein Klempner wegen einer Havarie vor der Tür steht?
Genau aus dieser Frage heraus entstand KIWI Buzz – Zutritt on-demand.
Was bedeutet „spontaner Zutritt“ eigentlich?
Spontaner Zutritt bedeutet:
Jemand braucht sofort Zugang – ohne Vorlauf, ohne Registrierung und ohne vorbereitete Berechtigung.
Zum Beispiel:
- Der Klempner kommt nachts zur Havarie.
- Ein Subunternehmer schickt kurzfristig wechselnde Mitarbeiter.
- Eine Lieferung steht unangekündigt vor der Tür.
- Die Hausverwaltung ist nicht vor Ort, muss aber trotzdem kontrolliert Zutritt geben.
Genau hier entsteht bislang eine Lücke:
Digitale Zutrittssysteme funktionieren hervorragend für registrierte Nutzer – also für Mieter, feste Dienstleister oder Mitarbeitende. Für ungeplante Besucher gibt es dagegen oft keine einfache Lösung.
Wie kann ich einen Handwerker reinlassen, ohne vor Ort zu sein?
Genau diese Frage beantwortet KIWI Buzz.
Der Besucher scannt einen QR-Code neben der Tür – einfach mit der normalen Smartphone-Kamera. Keine App, kein Login, kein Lesegerät.
Direkt danach startet ein Videoanruf im Browser des Besuchers. Der Besucher kann aus einer Liste vorher definierter Empfänger auswählen, z. B. direkt beim Servicepunkt, dem Quartiers-Hausmeister oder dem Verwalter. Der Angerufe sieht, wer vor der Tür steht, spricht mit der Person und kann den Zutritt sofort freigeben – von überall aus.
Der Besucher braucht dafür weder ein KIWI-Konto noch eine Registrierung oder zusätzliche Software. Weder zum Telefonieren, noch zum Öffnen der Tür.
Vom Problem zur Produktidee
Uns war früh klar: Technisch lässt sich vieles bauen. Entscheidend ist aber, ob die Lösung im Alltag wirklich funktioniert.
Deshalb haben wir KIWI Buzz nicht nur intern entwickelt, sondern früh gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft geschärft – unter anderem in einem Praxisworkshop mit DigiWoh, dem Kompetenzzentrum für Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft.
Mit dabei waren:
- Timo Wanke (DigiWoh)
- Dr.-Ing. Florian Merz (CTO, KIWI)
- Leon Hilland (Senior Product Manager, KIWI)
- Karsten Nölling (Geschäftsführer, KIWI)
… und viele weitere interessierte Teilnehmer aus der Wohnungswirtschaft.
Das Besondere:
Keine klassische Präsentation, keine langen Folien-Sessions. Stattdessen wurden mit dem KI-Tool Lovable live Prototypen gebaut und Ideen direkt mit den Teilnehmenden weiterentwickelt.
Was morgens noch eine Skizze war, konnte am Nachmittag bereits getestet werden.
Warum KIWI Buzz keine digitale Klingelanlage ist
Eine der spannendsten Erkenntnisse aus dem Workshop war, wie schnell beim Thema QR-Code an der Tür automatisch das Bild einer digitalen Klingelanlage entsteht.
Doch genau das ist KIWI Buzz nicht.
Denn klassische Klingelanlagen funktionieren wohnungsbezogen:
Eine Person klingelt bei einem bestimmten Mieter.
KIWI Buzz funktioniert anders.
Es gibt einen einzigen QR-Code pro Tür – verbunden mit der Hausverwaltung oder einer zuständigen Stelle, nicht mit einzelnen Wohnungen.
Der Handwerker vor dem Heizraum landet also nicht beim Mieter im dritten Stock, sondern direkt dort, wo Zutritt organisiert werden kann.
| KIWI Buzz ist | KIWI Buzz ist nicht |
| Ein QR-Code pro Tür | Ein QR-Code pro Wohnung |
| Verbindung zur Hausverwaltung | Digitale Klingelanlage |
| Erweiterung von KIWI Blue | Eigenständiges Hardwaresystem |
| Für spontanen Zutritt | Für Mieter-zu-Mieter-Kommunikation |
Erste öffentliche Vorstellung auf dem WohnZukunftTag
Aktuell befindet sich KIWI Buzz noch in der Entwicklung.
Am 29. Juni zeigen wir das Feature erstmals öffentlich auf dem WohnZukunftTag in Berlin – bewusst schon vor dem offiziellen Launch. Denn wir möchten früh Feedback aus der Praxis einsammeln und gemeinsam weiterdenken.
Der offizielle Produktlaunch ist für den 12. November 2026 geplant. Stay tuned


