Smart Lock Vergleich

Der Smart Lock Vergleich – Worauf sollten Wohnungsunternehmen achten?

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Wohnungsunternehmen beschäftigen sich zunehmend mit dem Trend-Thema Internet of Things. „Smart Home“ und „Smart Building“ sind die aktuellen Top-Themen mit aussichtsreichem Zukunftstrend. Nicht überraschend ist es demnach, dass auch Türen von Mehrfamilienhäusern zunehmend smart werden. Intelligente Türschlösser ersetzen immer mehr die traditionellen Systeme, mit dem Ziel, Sicherheit und Komfort für Bewohner zu erhöhen und Kosten für die Schlüsselverwaltung für Wohnungsunternehmen zu reduzieren. Insbesondere für die Wohnungswirtschaft ist es wichtig, einen Überblick über die verschiedenen Lösungen und ihre Möglichkeiten zu bekommen. Ein Smart Lock Vergleich hilft bei der Entscheidung.

 

Denn Smart Lock ist nicht gleich Smart Lock. Vor allem die unterschiedlichen Einsatzgebiete spielen hier eine Rolle. Eine Privatperson hat andere Ansprüche als ein Hausverwalter. Inwiefern kann also die Wohnungswirtschaft vom Einsatz der elektronischen Türschlösser profitieren? Welche Möglichkeiten eröffnet ein digitales Türschloss und wo liegen die Grenzen? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir einen Smart Lock Vergleich erstellt und die beliebtesten Systeme, die derzeit auf dem Markt sind, unter die Lupe genommen. Für das Extra an Durchblick gibt es auch die praktische Übersichtstabelle mit allen Ergebnissen.
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  • Assa Abloy: Yale ENTR
  • August: August Smart Lock
  • Danalock: Motorschloss V3
  • KIWI: KIWI Knauf
  • Nuki: Nuki Smart Lock
  • als Bonus: Nello: Nello ONE

 

 

Die Übersichtstabelle zum Smart Lock Vergleich für die Wohnungswirtschaft



 

Smart Lock Vergleich

1. Assa Abloy: Yale ENTR

Elektronisches Türschloss Basis: 259€

Montage

Die Smart Lock Lösung ENTR von Assa Abloy wird über die Marke Yale vertrieben. Das Yale ENTR ist für die meisten Türtypen verfügbar. Zusätzlich muss ein ENTR Türzylinder erworben werden. Das Smart Lock wird dann direkt am Schloss angebracht. Die Selbstmontage dauert laut Hersteller ca. 10 Minuten. Der Schlüssel ist von außen weiterhin nutzbar. Zusätzlich sind ergänzende Produkte zur Erweiterung des elektronischen Schließsystems erhältlich: Fernbedienung, Fingerabdruck-Lesegerät und Pincode-Lesegerät.

Man kann das Schloss entweder im manuellen Modus selbstständig durch Drehen des Knaufs ent- und verriegeln oder in den automatischen Modus umschalten.

Stromversorgung

Wie die anderen Smart Lock Modelle ist Yale ENTR batteriebetrieben. Diese können im Vergleich zu anderen elektronischen Schließsystemen mit dem mitgelieferten Ladegerät aufgeladen werden. Das umweltfreundliche Aufladen ist ungefähr alle 3 Monate notwendig und nimmt ca. 4 Stunden in Anspruch. Während des Ladevorgangs bleibt das Smart Lock betriebsbereit. Erwirbt man ebenfalls das Pincode-, Fingerabdruck-Lesegerät oder die Fernbedienung, so werden diese von austauschbaren Batterien betrieben. Sind die Batterien der Türsperreinheiten fast leer, gibt diese einen Signalton bei der Benutzung von sich.

Verwaltung und Zugriff

Die Verwaltung findet über die Smartphone App per Bluetooth statt.

Anders als die anderen Modelle verfügt Yale ENTR über ein Tastenfeld direkt am Smart Lock. Über dieses Touchpad hat man neben dem Smartphone noch eine weitere Bedienungsmöglichkeit zur Eingabe verschiedener Befehle, wie beispielsweise die Verriegelung der Tür. Hinzukommen eine Fernbedienung, ein Lesegerät für Zahlencodes und ein Fingerabdruckleser. Diese Geräte können in Kombination oder getrennt voneinander benutzt werden und sind einzeln erhältlich.

 

KESO ENTR kann von bis zu 20 verschiedenen Fernbedienungen; 20 verschiedenen persönlichen Codes auf dem Touchpad; einem Fingerabdruckleser benutzt werden, der bis zu 20 Benutzer identifiziert; sowie der Smartphone-App (mehrere Benutzer). (Quelle: assaabloy.ch)

Funktionen

Die Bedienung ist über mehrere Kanäle möglich: per App, Fingerabdruck-Scanner, Tastenfeld mit Pincode und Fernbedienung. Der Nutzer kann damit die Sicherheitsstufen beliebig erhöhen, kombiniert er beispielsweise Fingerabdrucküberprüfung und Pincode-Eingabe miteinander.

 

Laden Sie sich hier auch gern den gesamten Smart Lock Vergleich als PDF herunter!



 

Neben der Entriegelung der Tür, gibt es auch die Möglichkeit der Auto-Lock-Funktion. Das Smart Lock verriegelt automatisch, sobald es erkennt, dass die Tür geschlossen ist. Diese Funktion ist je nach Wunsch aktivierbar.

Sicherheit und Datenschutz

Yale ENTR nutzt eine verschlüsselte drahtlose Kommunikation und erstellt keine Nutzungsprotokolle der Aktivitäten. Anders als bei anderen Anbietern wird dem Nutzer also nicht angezeigt, wer wann durch welche Tür gegangen ist. Nutzerdaten werden in der Türeinheit auf der Innenseite gespeichert und sind kodiert und verschlüsselt.

 

2. August Lock

Smart Lock ab 520€, August Connect 59€

Montage

Das August Smart Lock wird in Selbstmontage an den vorhandenen Türzylinder angebracht. Dies dauert ungefähr 15 Minuten. Die Anbringung erfolgt auf der Innenseite der Tür, sodass es von außen nicht sichtbar ist. Der Knauf des Smart Locks kann manuell gedreht und der Schlüssel von außen weiterhin genutzt werden. Es wird mittels mitgelieferter Adapter direkt auf das Türschloss gesteckt. Beim Design hat der Käufer die Wahl zwischen vier verschiedenen Farbvariationen. Allerdings ist das Produkt von August nicht für europäische Zylinder erhältlich und kann daher nicht für den breiten europäischen Raum eingesetzt werden.

Stromversorgung

Das Smart Lock ist unabhängig vom Stromnetz und wird durch integrierte Batterien betrieben, die selbstständig gewechselt werden können. Die Haltbarkeit beträgt sechs bis neun Monate. Wird ein Austausch notwendig, bekommt der Nutzer eine Mitteilung via App. Um eine lange Lebensdauer der Batterien zu gewährleisten, findet die Kommunikation über low-energy Bluetooth statt.

Das Zusatzprodukt von August für die Verwaltung aus der Ferne über das Internet „August Connect“ wird direkt an eine Steckdose angeschlossen.

Verwaltung und Zugriff

Die Verwaltung des Smart Locks findet über die zugehörige App für Smartphone und Smartwatch statt. Über Klicken des Touchscreens kann die Tür aufgesperrt werden. Außerdem kann der Eigentümer anderen Nutzern Zugangsberechtigungen erteilen und entziehen, indem per App Einladungen verschickt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der handsfree-Nutzung basierend auf dem Standort des Smartphones. Im Auto-Unlock-Modus wird mittels Geofencing die Entfernung zwischen Smartphone und Smart Lock festgestellt. Auch manuell kann weiterhin von außen mit dem Schlüssel auf- und zugeschlossen werden.

Funktionen

Das Smart Lock verfügt über eine automatische Abschließfunktion, nachdem die Tür ins Schloss gefallen ist.
Möchte man von überall Zugriff auf sein Smart Lock haben, muss auch für das August-System ein zusätzliches Gerät erworben werden: August Connect ermöglicht die Verwaltung aus der Ferne sowie die Integrierbarkeit in Smart-Home-Systeme, wie Apple HomeKit.

 

Erweiterbar ist das System außerdem mit einer Kamera, die die klingelnde Personen zeigt und dem Besitzer sichere Entscheidungen über die Öffnung der Tür aus der Ferne erlaubt. Für das Türöffnen mittels Pin ist außerdem ein Keypad erwerblich.

Sicherheit und Datenschutz

Bei August findet die Speicherung der Zugriffsdaten statt. Ein Aktivitätenprotokoll zeichnet ununterbrochen auf, wer zu welcher Zeit das Smart Lock betätigt hat.

 

3. Danalock Motorschloss V3

Bluetooth Smart: 149-179€

Montage

Das Danalock V3 Motorschloss wird in Selbstmontage an der Innenseite der Tür angebracht. Diese dauert zwischen 15 und 30 Minuten. Es ist für jeden mechanischen Euro-Profilzylinder geeignet und von außen nicht sichtbar. Der Knauf des Smart Locks kann manuell gedreht und der Schlüssel von außen weiterhin genutzt werden. Das Danalock Motorschloss V3 wird ab 3. Juli 2017 im Handel verfügbar sein.

Stromversorgung

Das Smart Lock wird mit vier AA Batterien mit Strom versorgt, sodass es unabhängig vom Stromnetz funktioniert. Die Batterien müssen ca. einmal im Jahr gewechselt werden. Der Batteriestatus wird in der App angezeigt. Ist die Batterie leer, lässt sich weiterhin der physische Schlüssel von außen verwenden. Von innen lässt sich der Knauf manuell drehen.
Danalock Beacon für den handsfree-Modus wird an eine Steckdose angeschlossen.

Verwaltung und Zugriff

Verwaltet wird es per App für Smartphone und Smartwatch. Die Kommunikation findet per Bluetooth statt. Zusätzlich sind weitere Schnittstellen möglich wie eine Verbindung zum Internet oder Z-Wave und Zigbee ab Juli 2017.
Der Eigentümer kann per App von unterwegs an weitere Nutzer Zugangsberechtigungen erteilen und entziehen. Über die App kann man kann unbegrenzt viele Nutzer und Schlösser verwalten.

Funktionen

Um von der automatischen Unlock-Funktion profitieren zu können, muss ein Zusatzgerät erworben werden. Danalock Beacon wird in Türnähe in eine Steckdose installiert und korrespondiert via Bluetooth mit dem sich nähernden Smartphone. Ohne noch manuell eingreifen zu müssen, öffnet sich für den Nutzer die Tür automatisch. Die alleinige Reichweite des Danalock Beacon beträgt 15-40 Meter. Zusätzlich kann man die Funktion Geofence in der App aktivieren. Diese sorgt dafür, dass das Schloss nur dann automatisch entriegelt, wenn sich der Nutzer zuvor mindestens 500 Meter vom Schloss entfernt aufgehalten hat. Ansonsten bestünde die Gefahr einer permanenten Entriegelung, sollte der Nutzer sich in Schlossnähe befinden.

Sicherheit und Datenschutz

Mittels einer speziellen Doppel-Verschlüsselungstechnologie sichert Danalock das Zugangssystem vor Angriffen von außen. Das Unternehmen vergleicht diese Methode mit der Sicherheitsqualität von eBanking.

Für zusätzliche Sicherheit an der Tür sind außerdem ein passender Danalock Sicherheitszylinder (49€) und eine Hochsicherheitsvariante (103€) erhältlich.

 

4. KIWI

KIWI Smart Lock ab 599 €

Montage

Die Zielgruppe des KIWI Smart Lock sind Hausverwalter, Eigentümer und Mieter von Wohnungen mit innenliegender Wohnungstür. KIWI bietet zwei verschiedene Lösungen im Smart Lock Bereich an: Der KIWI Knauf und die KIWI Klinke. Beide Varianten sind für nicht-elektrifizierte Türen vorgesehen, wobei es den KIWI Knauf auch als Outdoor Variante für außenliegende Türen gibt. Im Folgenden beschränkt sich die Untersuchung auf die Variante KIWI Knauf für innenliegenden Türen.

 

Der Einbau des KIWI Knauf erfolgt in Selbstmontage und dauert ungefähr 15 Minuten. Für eine Anbringung an Brandschutz- oder Fluchttüren ist allerdings nur die KIWI Klinke geeignet.
Im Lieferumfang des KIWI Knaufs ist der neue Profilzylinder bereits enthalten. Außerdem befindet sich im Paket der elektronische Türknauf für die Außenseite, der mechanische Türknauf für die Innenseite der Tür, ein Transponder KIWI Klick, ein KIWI Door Hub, der die Signale des KIWI Klick empfängt, Türkarten und ein Werkzeug zum Batteriewechsel.

 



 

Der KIWI Knauf ist also von außen sichtbar, da der elektronische Türknauf außen angebracht wird.
Während KIWI die Hardware des Zugangssystems für Hauseingangstüren (KIWI Smart Entry), die Transponder, die Firmware für alle Webanwendungen und die Sicherheitsalgorithmen selbst entwickelt, bezieht KIWI die Hardware für die elektronischen Türschlösser von KIWI vom Traditionshersteller elektronischer Schließsysteme Uhlmann & Zacher.

Stromversorgung

Das KIWI Smart Lock wird mittels integrierter Batterien mit Strom versorgt. Diese sind für ungefähr 70.000 Öffnungsvorgänge haltbar. Das reicht für ca. 7 Jahre bei durchschnittlicher Nutzung von ca. 25 Öffnungen pro Tag. Bei Anbruch der letzten 1000 Aktivierungen wird dies dem Nutzer per optischer LED-Leuchten und Signaltöne des elektrischen Türknaufs mitgeteilt. Die Batterien können selbst oder kostenpflichtig durch KIWI gewechselt werden.
Der KIWI Door Hub muss an eine Steckdose in Türnähe angeschlossen werden.

Verwaltung und Zugriff

Die Verwaltung findet wie bei allen KIWI Systemen zentral über das KIWI Portal statt. Diese Steuerungszentrale ist keine zusätzliche Software, sondern jederzeit und überall online am PC oder Tablet aufrufbar. Über das Portal werden die Zugangsberechtigungen verwaltet und alle ausgestatteten Türen im Überblick angezeigt. Auch das Öffnen der mit dem elektronischen Türschloss ausgestatteten Türen ist über das Portal möglich.

 

Zugangsberechtigungen können in Echtzeit hinzugefügt und entzogen werden. Sollte beispielsweise ein Transponder verloren gehen, kann dieser auch direkt über die KIWI App am Smartphone oder Smartwatch gesperrt werden. Es können mehrere Türen mit demselben Transponder geöffnet werden.

Funktionen

Für nicht-elektrifizierte Türen wird das Öffnen per Klick auf den Knopf am Transponder empfohlen, der handsfree-Modus ist auf Wunsch ebenfalls möglich. In diesem Fall aktiviert sich der KIWI Knauf bereits bei Annäherung eines zugelassenen Transponders. Auch hier kann das Smart Lock zusätzlich per App geöffnet werden. Im Notfall stehen außerdem die Türkarten zur Verfügung. Da es sich nicht um ein Motorschloss handelt, muss der Nutzer selbst den Türknauf nach Aktivierung per App oder KIWI Klick auf den Transponder aufdrehen.

Sicherheit und Datenschutz

In Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten wird das KIWI System kontinuierlich auf Sicherheitslücken getestet und angepasst.
KIWI setzt auf Datensparsamkeit. Es ist keine Zuordnung möglich, wer wann welche Tür mit dem Transponder geöffnet hat. Die verschlüsselte Kommunikation zwischen KIWI Ki und KIWI Türsensor erfolgt auf Basis eines zum Patent angemeldeten Verfahrens. Zudem ist der KIWI Türsensor TÜV-zertifiziert.

 

5. Nuki Smart Lock

Kosten: Smart Lock 229€, Bridge 99€, Fob 39€

Montage

Im Lieferumfang des Smart Locks der Firma Nuki sind das Smart Lock selbst, vier Batterien sowie zwei verschiedene Montageplatten enthalten. Die Anbringung erfolgt in Selbstmontage je nach Beschaffenheit des Türzylinders. Entweder wird der Aufsatz angeklebt oder angeklemmt. Der Schlüssel verbleibt während der Benutzung im Schloss. Das Smart Lock wird auf die Montageplatte gesteckt. Bei Aktivierung öffnet und schließt es durch automatisches Drehen des Schlüssels im Schloss. Die Installation an der Tür und die Aktivierung der App nimmt ungefähr 5 Minuten in Anspruch.

 

Sollte man weiterhin auf seinen Schlüssel als Alternative zurückgreifen wollen, muss der Zylinder beidseitig bedienbar sein. In den meisten Fällen bedeutet das den zusätzlichen Erwerb eines doppelseitigen Türzylinders. Öffnen und Schließen findet per Knopfdruck am Smart Lock, über die App auf dem Smartphone oder Smartwatch, manuell von außen oder per zusätzlich erwerbbarem Fob (Transponder) statt.

 

Das Smart Lock ist bei geschlossener Tür von außen nicht sichtbar, da die Anbringung lediglich auf der Innenseite erfolgt.

Stromversorgung

Das Smart Lock verfügt über eine unabhängige Stromversorgung und muss nicht ans Stromnetz angeschlossen werden. Die vier mitgelieferten Batterien garantieren bei acht Sperrvorgängen am Tag eine Laufzeit von ungefähr sechs Monaten. Ist die Batterie nur noch zu 20% geladen, erscheint eine Benachrichtigung in der App.

Verwaltung und Zugriff

Die Verwaltung findet über die Nuki App für iPhone und Android-Geräte auf dem Smartphone statt. Bei Inbetriebnahme wird der Nutzer schrittweise durch die Anleitung geführt. Für die Kommunikation wird Bluetooth 4.0 verwendet. Per Touch auf das Smartphone kann die Tür auf- und zugesperrt werden. Außerdem kann der Eigentümer Zutrittsgenehmigungen an weitere Nutzer vergeben und entziehen.

Funktionen

Da die Reichweite der Funktechnik von Bluetooth begrenzt ist, ist eine Bedienung des Smart Locks aus der Ferne ohne Zubehör nicht möglich. Hierfür ist der Erwerb der zugehörigen Nuki Bridge notwendig. Diese wird direkt in eine Steckdose gesteckt und ebenfalls über die App verwaltet. Die Verbindung findet nicht über Bluetooth, sondern über das Internet statt. Um den Zugriff auf das Smart Lock von unterwegs zu gewährleisten, muss eine stabile Internetverbindung bestehen. Bei der Nutzung der Internetkommunikation gibt es keine handsfree-Bedienung. Per App muss immer ein Befehl zum Öffnen erteilt werden; das Schloss schließt nicht eigenständig auf, sobald man sich nähert. Diese Möglichkeit gibt es nur bei der Kommunikation per Bluetooth: Auto Unlock erkennt automatisch das Telefon und die Tür wird geöffnet. Je nach Dauer der Verbindung zwischen Smart Lock und Smartphone kann dieser Vorgang einige Momente dauern.

 

Die Lock’n’Go Funktion ist für das automatische Zuschließen der Tür verantwortlich. Fällt die Tür ins Schloss, erkennt dies das Smart Lock selbstständig und führt das Abschließen durch. Diese Funktion kann in der App deaktiviert werden.

 



 

Eine aktuelle Neuentwicklung ist Nuki Web. Dabei handelt es sich um ein Onlineportal, das besonders für Verwalter großer Gebäude mit vielen zu verwaltenden Schlössern geeignet ist. Schließ- und Sperrvorgänge lassen sich am Computer steuern. Bis zu 100 verschiedene Nutzer können mit Zutrittsrechten ausgestattet werden. Bei Bedarf können mehrere Smart Locks kombiniert werden. Voraussetzung sind dafür die Nuki Bridge und die App.

Sicherheit und Datenschutz

Nuki verwendet eine End-to-End-Verschlüsselung, die laut Nuki vergleichbar mit der Methode beim eBanking ist.
Es gibt die Möglichkeit, Nutzungsprotokolle anfertigen zu lassen. Dabei wird jeder Zugriff auf das Smart Lock aufgezeichnet. Der Eigentümer des Smart Locks kann also jederzeit nachvollzeihen, wer wann seine Tür geöffnet hat.

 

6. Bonus: Alternatives Zugangssystem Nello

Nello One: 99€ exklusive Abo-Optionen

Montage

Bei Nello One handelt es sich strenggenommen nicht um ein Smart Lock. Vielmehr ist es ein Zugangssystem, bestehend aus einem WIFI-Chip, der direkt in der Gegensprechanlage in der Wohnung installiert wird. Der Nutzer bringt den Chip in Selbstmontage an. Das System ist für alle Türen mit Summer geeignet. Für die Installation muss die Sprechanlage aufgeschraubt und der Chip mittels anstecken zweier Kabel integriert werden. Es ist also notwendig, mit Strom umgehen zu können, vergleichbar mit dem Anschließen einer Lampe. Der Chip kann durch die zugehörige App betätigt werden. Laut Hersteller ist Nello mit jeder Gegensprechanlage kompatibel. Je nach Modell findet er nicht immer innenseitig Platz, sondern muss daneben an der Wand angebracht werden. Damit ist Nello One also unter Umständen sichtbar. Der Chip öffnet bei Empfang des entsprechenden Signals automatisch den Türsummer der Haustür. Der Zugang wird also beispielsweise zu einem Mehrfamilienhaus gewährt. Laut Angabe des Herstellers muss die Hausverwaltung oder der Vermieter vor Einbau nicht informiert werden.

Verwaltung und Zugriff

Die Verwaltung findet also ebenfalls über eine App statt. Klingelt ein Besucher an der Haustür, hat der Nutzer auch aus der Ferne Zugriff. Er bekommt beim Klingeln eine Benachrichtigung auf sein Smartphone und kann per Wisch in der App entscheiden, ob er demjenigen die Tür öffnen möchte.

 

Außerdem kann der Bewohner in der App einen Zeitraum festlegen, in dem Nutzern die Haustür automatisch geöffnet wird. Wenn diese an der Tür klingeln, werden sie vom System dazu aufgefordert, einen vierstelligen Code zu nennen. Der Code wurde zuvor von der App generiert und vom Bewohner an die relevanten Personen weitergegeben. Das System betätigt automatisch den Summer und öffnet Besuchern oder Lieferanten somit die Tür, sobald diese den Code in die Sprechanlage gesagt haben. Diese Funktion kann wahlweise auch ohne Pin benutzt werden. Für den eingestellten Zeitraum öffnet sich die Haustür automatisch, sobald jemand die Klingel des Nutzers betätigt.

Funktionen

Grundvoraussetzung ist eine WLAN-Verbindung in der Wohnung des Nutzers. Der Router empfängt das Signal der App und leitet es an den Chip weiter, sodass dieser den Türsummer auslösen kann. Für den Eigentümer, der das Smartphone bei sich trägt, ist außerdem die Nutzung im handsfree-Modus möglich.

 

Nello One kann in das Smart Home System von Amazon Alexa integriert werden. Der Zutritt kann also entweder per App, im handsfree-Modus mittel GPS, mit Amazon Alexa über Sprachsteuerung oder über den zeitlich beschränkten Zugang gewährt werden. Außerdem erstellt Nello ein Aktivitätsprotokoll.

 

Die Funktionen Zeitfenster, Zugang für Paketlieferungen und unbegrenztes Hinzufügen von Nutzern sind nicht im Kaufpreis enthalten, sondern über ein Premium-Abonnement erhältlich. „Nello free“, also die Nutzung von Nello ohne monatliche Zusatzkosten, ist außerdem auf zwei Nutzer begrenzt. Die zwei verschiedenen Premium-Optionen sind für monatlich 1,99€ oder 4.99€ mit einer AXA Versicherung für abgestellte Pakete im Hausflur verfügbar.

Sicherheit und Datenschutz

Nello stattet jeden einzelnen Nutzer mit einem individuellen, virtuellen Schlüssel aus. Dadurch soll das System, beispielsweise im Vergleich zu elektronischen Schlüsseln bei Autos, vor Hackern sicherer sein.
Da Nello Besucher nur in Zutritt zum Hausflur ermöglicht, ist die Sicherheit der eigenen Wohnung bei einem Systemfehler nicht in Gefahr.

 

 

Die Übersichtstabelle zum Smart Lock Vergleich für die Wohnungswirtschaft

Alle Ergebnisse noch mal auf einen Blick sehen? Hier kostenlos downloaden!

 

Diese Smart Locks sind für die Wohnungswirtschaft geeignet

 

Abschließend ist festzustellen, dass im Smart Lock Vergleich keines der untersuchten Smart Locks qualitativ hinter den anderen zurückfällt. Zu beachten sind allerdings die Funktionsweisen, die auch die Einsatzgebiete beeinflussen. Daraus lässt sich die Antwort der zentralen Frage ableiten: Welches Produkt ist am besten für die Wohnungswirtschaft geeignet?

 

Festzuhalten ist, dass die untersuchten elektronischen Türschlösser für Privatpersonen durchweg eine sinnvolle Alternative zum klassischen Türschloss sind. Um die eigene Wohnungstür mit einem Smart Lock aufzurüsten ist für jede Anforderung von berührungsloser Aktivierung, über Erstellung von Nutzungsprotokollen bis hin zur Autorisierung per Fingerabdruck etwas Passendes dabei. Zu bedenken bleibt lediglich die erhöhte Geräuschbelästigung und die kürzere Batterielebensdauer bei Einbau eines Motorschlosses. Dafür bieten diese im Gegenzug aber einen erhöhten Komfort, da man den Knauf nicht manuell drehen muss.

 

Die Wohnungswirtschaft muss etwas genauer hinsehen, um sich die optimale Lösung herauszusuchen. Denn ein Smart Lock für die Wohnungstür allein erhöht zwar den Komfort und die Sicherheit der Bewohner, bietet aber keine Vorteile bei der Schlüsselverwaltung.

 

Die Systeme von Nuki, Danalock, August und Nello sind vor allem für Privatpersonen geeignet. Diese Systeme vereinfachen Familien, Wohngemeinschaften oder ähnlichem den täglichen Zutritt zu den eigenen vier Wänden und ermöglichen die Vergabe von Zugangsberechtigungen an Dritte ohne die risikoreiche Weitergabe eines physischen Schlüssels. Während andere Produktlinien aus dem Hause Assa Abloy aus dem B2B-Bereich, sich auf Gewerbeflächen spezialisiert haben, ist Yale ENTR ebenfalls im Privatbereich angesiedelt.
Mit der Einführung des Onlineportals Nuki Web kann Nuki außerdem im B2B-Bereich in kleinen bis mittleren Unternehmen und Behörden verwendet werden.

 

Laden Sie sich hier auch gern den gesamten Smart Lock Vergleich als PDF herunter!



 

Auch der KIWI Knauf – oder die Alternative KIWI Klinke – kann von Privatpersonen an der Wohnungstür installiert werden und bietet die Vorteile einer flexiblen Zutrittsrechtvergabe. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zu anderen Zugangssystemen: KIWI bietet darüber hinaus eine Gesamtlösung für das Mehrfamilienhaus. Das KIWI Smart Lock ist eingebettet in die KIWI Infrastruktur und in erster Linie als ein Teil der ganzen KIWI Lösung zu sehen. Diese ist ein B2B-Produkt, das sich speziell an die Wohnungswirtschaft richtet.

 

Mit der Komplettlösung für das Mehrfamilienhaus von KIWI können Eigentümer und Verwalter Zutrittsrechte zentral verwalten. Diese Möglichkeit fehlt oder ist weniger umfangreich bei den anderen getesteten Smart Locks vorhanden. Bei manchen Modellen verliert die Hausverwaltung sogar einen Teil ihrer Schlüsselhoheit, da Zutrittsberechtigungen für die Haustür beliebig von einem oder mehreren Mietern an Dritte vergeben werden können.

 

Grundsätzlich entwickelt sich aus diesem Ergebnis die Frage, ob es weitere, vergleichbare Zugangssysteme gibt, die den Anforderungen der Wohnungswirtschaft besser gerecht werden. Um diese nicht unbeantwortet zu lassen, wird der zweite Teil dieser Artikelreihe sich über das Thema Smart Lock hinaus mit weiterführenden Lösungen zur Schlüsselverwaltung auseinandersetzen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

Welche Erfahrung habe Sie gemacht oder haben Sie noch unbeantwortete Fragen? Wir helfen Ihnen gern weiter und freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

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Claudia Nagel

Dr.-Ing. Claudia Nagel leitet als Geschäftsführerin den operativen und technischen Bereich bei KIWI. Vor der Unternehmensgründung war die promovierte Ingenieurin Projektleiterin bei McKinsey. Als Erfinderin von KIWI ist sie die Expertin für alle Schlüsselthemen.

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