Schließanlagenvergleich

Schließanlagenvergleich: Welche Schließanlage passt zu mir?

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Es ist Zeit für die Schlüsselübergabe zur neuen Wohnung – und der Schlüsselbund wird um vier Schlüssel schwerer! Mit der Installation einer Schließanlage im Mehrfamilienhaus erleichtern Sie nicht nur den Mietern den Alltag, sondern erhöhen die Sicherheit im Gebäude. Für welche Art von Schließanlage Sie sich entscheiden, will wohl überlegt sein. Doch welche Möglichkeiten gibt es da überhaupt? Wir führen Sie durch den Schlüsselwald und liefern Ihnen einen Entscheidungsbaum.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Komplexe Schließpläne erstellen mit einer Schließanlage
  • Vier Arten von Schließanlagen: Zentralschlossanlage, Hauptschlüsselanlage, Zentral-Hauptschlüsselanlage, General-Hauptschlüsselanlage
  • Schließanlagentypen sind mit mechanischen und elektronischen Systemen umsetzbar
  • Sicherheit der Schließanlage mit elektronischen Komponenten erhöhen

 

Als Schließanlage bezeichnet man eine Kombination von Schließzylindern und die zugehörigen Schlüssel. Sie sind innerhalb des Schließsystems aufeinander abgestimmt, sodass Schlüssel zu mehr oder weniger Türen Zugang gewähren können als andere des Systems.

 

Welche Schließanlage passt zu Ihrer Immobilie? Finden Sie es in wenigen Schritten heraus mit unserem Entscheidungsbaum! Ein praktische Übersicht mit allen Arten von Schließanlagen. Hier geht’s zum kostenlosen Download: 

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Wozu brauche ich überhaupt eine Schließanlage?

Schließanlagen ermöglichen eine komplexere Vergabe von Zutrittsrechten. Nicht alle Personen brauchen oder dürfen Zugang zu bestimmten Bereichen beispielsweise einer Firma haben. Auch in Wohngebäuden werden Schließanlagen verbaut. Alle Mieter müssen Zugang zum Hausflur haben, während ihnen der Zutritt zu fremden Wohnungen oder Kellern verwehrt bleibt. Um das zu erreichen braucht es nicht für jede Tür einen zusätzlichen Schlüssel. In eine Schließanlage integrierte Schlüssel schließen unterschiedlich viele Zylinder. Der große Pluspunkt einer Schließanlage: Der Schlüsselbund wird merklich leichter! Und der Aufwand für die Schlüsselverwaltung kann signifikant reduziert werden.

Eine Schließanlage planen

Personen benötigen für den Zugang zu unterschiedlichen Türen nur einen Schlüssel. Das ist nicht nur komfortabel, sondern erhöht auch die Sicherheit des Gebäudes. Außerdem kann bei Nutzung einer Schließanlage genau festgelegt werden, welche Person zu welcher Tür Zugang hat. Es können auch Dienstleister wie etwa Zustelldienste berücksichtigt werden, da diese regelmäßig Zugang benötigen. Um übersichtlich festzuhalten, wer wo Zutritt hat, ist ein Schließplan notwendig. Je mehr Zylinder und Personen einbezogen werden, desto umfangreicher wird der Schließplan.

 

Welche Schließanlage für den Betroffenen am sinnvollsten ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, zum Beispiel:

 

  • Wie viele Personen müssen wie viele Türen schließen können?
  • Gibt es unter ihnen bestimmte Personen, die eine übergeordnete Rolle spielen?
  • Welche Hauptschlösser müssen alle bedienen können?
  • Wie hoch muss die Sicherheitsstufe der Anlage sein?

Vier Arten von Schließanlagen

In diesem Beitrag unterscheiden wir konkret zwischen vier verschiedenen Arten von Schließanlagen. Je nach Anforderung ist die eine oder andere Schließanlage am besten geeignet:

 

  • Zentralschlossanlage (Z-Anlage)
  • Hauptschlüsselanlage (HS-Anlage)
  • Zentral-Hauptschlüsselanlage (Z/HS-Anlage)
  • General-Hauptschlüsselanlage (GHS-Anlage)

 

Befindet sich in Ihrem Gebäude keine Schließanlage, schließen Sie vermutlich jeden Tag Einzelschließungen. Das bedeutet, Sie öffnen jedes Schloss mit einem individuellen Schlüssel, der in diesen einen Zylinder hineinpasst. Kein Schlüssel schließt zwei verschiedene Zylinder. Eine andere Möglichkeit, die strenggenommen nicht unter die Schließanlagen fällt, sind gleichschließende Anlagen. Diese finden sich beispielsweise bei den meisten Autos. Mit einem Schlüssel können mehrere Schlösser bedient werden, wie Autotüren, Tankdeckel und Zündschloss. Gleichschließend bedeutet, dass ein Schlüssel jedes Schloss schließt.

Zentralschlossanlage (Z-Anlage)

Zentralschlossanlage

Die Zentralschlossanlage findet sich klassischerweise in Mehrfamilienhäusern. Sie besteht aus einem Zentralschloss, beispielsweise dem der Haustür. Weitere Türen, die ebenfalls von allen Personengeschlossen werden müssen, können ebenfalls mit einem Zentralschloss ausgestattet sein, wie etwa die Tür zum Innenhof. Alle Mieter können mit nur einem einzigen Schlüssel die Haustür öffnen und ihre eigene Wohnungstür, nicht aber die Türen der anderen Mieter.

Hauptschlüsselanlage (HS-Anlage)

Hauptschlüsselanlage

 

Bei der Hauptschlüsselanlage sind die Schlüssel einer Hierarchie zugeordnet. Es gibt zusätzlich zu mehreren Einzelschlüsseln, die jeweils eine bestimmte Tür oder auch mehrere Türen schließen können, noch einen Hauptschlüssel. Der Hauptschlüssel kann alle Zylinder der Anlage schließen. Diese Schließanlage findet man häufig an Schulen. Dort haben Lehrer Zutritt zu Klassenräumen, der Sporthalle oder ähnlichen relevanten Gebäudebereichen. Der Hausmeister beispielsweise ist in Besitz eines Hauptschlüssels, der alle Türen schließen kann.

Zentral-Hauptschlüsselanlage (Z/HS-Anlage)

Zentral-Hauptschlüsselanlage

Bei der Zentral-Hauptschlüsselanlage handelt es sich gewissermaßen um die Kombination aus den ersten beiden Schließanlagen Zentralschloss- und Hauptschlüsselanlage. Hierbei gibt es ein Zentralschloss, das alle Schlüssel des Systems schließen können und zusätzlich noch einen übergeordneten Hauptschlüssel, der alle Türen des Systems schließen kann.
Ein Einsatzort für diese Art Schließanlage sind Hotels. Gäste besitzen einen Schlüssel, der das Zentralschloss der Eingangstür und den Zylinder ihrer speziellen Zimmertür schließt. Reinigungspersonal beispielsweise trägt einen Hauptschlüssel, der zusätzlich alle anderen Zimmertüren öffnen kann.

General-Hauptschlüsselanlage (GHS-Anlage)

General-Hauptschlüsselanlage

 

Wie die Hauptschlüsselanlage ist dieses System hierarchisch. Die General-Hauptschlüsselanlage verfügt über eine Vielzahl Einzelschließungen, die zu verschiedenen Gruppen zusammengefasst werden, denen wiederum entsprechender Zutritt zu bestimmten Türen gewährt wird. In der jeweils nächsthöheren Hierarchiestufe gibt es Hauptschlüssel, die für mehrere dieser Gruppen gültig sind. Mit absteigender Hierarchie nimmt die Anzahl der Schlüssel zu, da ebenfalls die Zahl der zugangsberechtigten Personen steigt.

 

Am besten verdeutlichen lässt sich auch diese Anlage mit einem Beispiel. General-Hauptschlüsselanlagen findet man häufig in großen Bürogebäuden oder Universitäten. Eine bestimmte Gruppe von Mitarbeitern hat Zugang zu einem bestimmten Bürotrakt. Die übergeordnete Ebene der Firma hat für gewöhnlich mehr Zugangsrecht und hat zusätzlich zu dem ersten Bürotrakt Zugang zu einem weiteren Gebäudeteil. Darüber befindet sich wiederum eine weitere Ebene. Dieses System ist steigerungsfähig bis an der Spitze der Hierarchie jemand einen Generalschlüssel besitzt. Dieser schließt sämtliche Zylinder der Schließanlage.



Kosten

Die Kosten für eine Schließanlage können je nach Umfang und Höhe der Sicherheitsstufe stark variieren. Je mehr Einheiten ein Mehrfamilienhaus umfasst, desto höher ist der Preis für die Schließanlage. Ebenso verhält es sich mit dem Sicherheitsaspekt. Eine Schließanlage, die bestimmte Sicherheitsmerkmale erfüllt wie etwa einen zusätzlichen Kopierschutz, ist teurer als eine Standardausführung. Auch die Sicherheitslevels der einzelnen Schließzylinder unterscheiden sich voneinander und bestimmen den Kostenpunkt.

Sicherheit

Wer sich für eine Schließanlage entscheidet, möchte in der Regel nicht nur den Schlüsselbund schrumpfen lassen, sondern auch die Sicherheit des Gebäudes erhöhen. Durch die genaue Einteilung von Zutrittsberechtigungen, kann definiert werden, wer zu welchem Bereich Zugang hat. Außerdem gibt es am Schlüssel selbst verbaute Kopierschutzmaßnahmen, um illegale Schlüsselkopien zu vermeiden.

 

Problematisch kann es allerdings werden, wenn ein Schlüssel verloren oder sogar gestohlen wird. Gerade bei Hauptschlüsseln hoher Rangordnung steigt das Sicherheitsrisiko. Die Folge ist der teilweise Ersatz oder kostspielige Austausch der Anlage. Diesem Risiko entgegenwirken kann man mit der Aufrüstung elektronischer Komponenten oder einem kompletten Umstiegt auf eine elektronische Schließanlage.

Mechanische und elektronische Schließanlage

Zusätzlich lässt sich auch zwischen mechanischen und elektronischen Schließanlagen unterscheiden. Die beschriebenen Arten des Aufbaus einer Schließanlage sind auf beide Ausführungen anwendbar. Allerdings weisen sie Unterschiede bezüglich der Beschaffenheit des Schlüssels und der Funktionsweise der Zutrittsgewährung auf. Im Vergleich zu mechanischen Anlagen wird bei einer elektronischen Schließanlage meist ein Transponder als Schlüsselersatz eingesetzt. Durch verschlüsselte Datenübertragung bei Annäherung eines Transponders wird die Zugangsberechtigung identifiziert. Ist der Transponder zum Öffnen der Tür autorisiert, kann er diese öffnen.Da Transponder wenig Platz beanspruchen, können sie in beliebige Träger eingesetzt werden. So zum Beispiel Türkarten, Armbänder, Schlüsselanhänger.

 

Eine mechanische Schließanlage besteht ausschließlich aus mechanischen Komponenten, also eine Kombination aus Schließzylindern ohne elektronische Komponente. Das bedeutet, alle Schlösser werden mit mechanischen Schlüsseln geschlossen.

 

Eine elektronische Schließanlage hingegen beinhaltet elektronische Schließzylinder, teilweise elektronische Wandleser und zugehörige elektronische Schließmedien als Schlüsselersatz. In der Regel verfügt das elektronische Schließsystem über eine zentrale Verwaltungsplattform, über die Zutrittsberechtigungen direkt am Computer erstellt werden.

 

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Mechanische SchließanlageElektronische Schließanlage
Art der SchließanlageVorangehende genaue Prüfung der Anforderungen. Entscheidung fällt auf eine Schließanlage:

–          Zentralschlossanlage (Z-Anlage)

–          Hauptschlüsselanlage (HS-Anlage)

–          Zentral-Hauptschlüsselanlage (Z/HS-Anlage)

–          General-Hauptschlüsselanlage (GHS-Anlage)

Davon ausgehend wird der Schließplan erstellt.

Kein Festlegen auf eine bestimmte Form der Schließanlage notwendig. Rechteverteilung und Einbindung neuer Türen kann jederzeit flexibel erweitert werden.
Erstellung des SchließplansDer Schließplan wird manuell erstellt, beispielsweise in einer Exceltabelle, und muss bei jeder Veränderung angepasst werden. Änderungen werden nicht in Echtzeit umgesetztIn der zentralen Verwaltungsplattform findet sich eine Übersicht über sämtliche Nutzer und Türen. Zutrittsberechtigungen werden direkt entzogen oder hinzugefügt und gespeichert. Doppelte Arbeitsschritte durch verschiedene Dokumentationsablagen werden überflüssig. Änderungen sind in Echtzeit umgesetzt
SchlüsselübergabenMechanische Schlüssel werden bei jedem Hinzufügen neuer Nutzer angefertigt, manuell hinterlegt und persönlich ausgehändigt. Termine und Arbeitswege kosten Arbeitszeit. Wird Nutzern das Zutrittsrecht entzogen, werden Schlüssel manuell wieder eingesammelt.Elektronische Schließsysteme machen Schlüsselübergaben überflüssig. Zutrittsrechte werden direkt in der Verwaltungsplattform hinzugefügt oder gelöscht. Persönliche Termine sind nicht notwendig. Gästen oder Handwerkern werden zeitlich begrenzte Zutrittsrechte eingeräumt, die automatisch erlöschen können.
SchlüsselkopienOhne Kopierschutz sind sich Eigentümer nie sicher, wie viele Schlüsselkopien erstellt wurden und in Umlauf sind.Es können keine Schlüsselkopien erstellt werden.
SchlüsselverlustBei Schlüsselverlust muss jedes betroffene Schloss, das sich mit dem verlorenen Schlüssel öffnen lässt, ausgetauscht werden. Im schlimmsten Fall betrifft dies die komplette Schließanlage.Wird beispielsweise ein Transponder verloren, wird über die Verwaltungsplattform die Zutrittsberechtigung an den entsprechenden Türen in Echtzeit entzogen. Der Transponder wird mit sofortiger Wirkung unbrauchbar gemacht. Findet ein Mieter diesen beispielsweise wieder, wird er wieder aktiviert.
Flexibilität für BewohnerJeder Mieter erhält feste Anzahl von Schlüsseln. Mit Kopierschutz besteht keine Möglichkeit, beispielsweise Vertrauenspersonen oder Partnern einen zusätzlichen Schlüssel nachzumachen. Besteht kein Kopierschutz, läuft der Eigentümer Gefahr, nicht über zusätzlich verteilte Schlüssel informiert zu werden. Die Sicherheit des Gebäudes ist dann nicht mehr gewährleistet.Berechtigte Bewohner verteilen selbstständig Zutrittsrechte an weitere Personen. Bei Deaktivierung der Berechtigung des entsprechenden Bewohners, erlöschen ebenfalls alle von ihm erstellten Berechtigungen.
Entziehen von ZutrittsberechtigungenGeschieht durch manuelle Rücknahme der zuvor ausgeteilten Schlüssel, beispielsweise durch den Hausmeister bei Auszug der Mieter. Ebenfalls manuelles Einpflegen in das Dokumentationssystem. Das Risiko besteht, dass der Mieter nicht alle Schlüssel zurückgegeben hat.Geschieht mittels Verwaltungsplattform am Computer. Automatische Dokumentation. Deaktivierung der Zutrittsrechte in Echtzeit und aus der Ferne ohne Schlüsselübergabe. Gibt ein Bewohner aus verschiedenen Gründen einen Schlüssel nicht zurück, kann dieser zur Sicherheit gesperrt werden.
KostenAnschaffungskosten + Austausch der gesamten Schließanlage bei einem verlorenen Schlüssel kann enorme Kosten verursachen.Anschaffungskosten + keine zusätzlichen Kosten bei Schlüsselverlust
SicherheitSicherheit des Gebäudes ist

nicht gegeben im Fall von

Schlüsselverlust und unkontrollierten

Schlüsselkopien. Gewissheit

über Schlüsselhoheit fehlt.

Sicherheit bei verlorenem Transponder

durch Entzug des Zutrittsrechts

umgehend wiederherzustellen.

Komplette Schlüsselhoheit

ist zu jeder Zeit gegeben.

Unsere Übersicht gibt es auch zum Download. So können Sie sie sich beispielsweise bequem ausdrucken.
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Zusammenspiel von elektronisch und mechanisch

Eine Kombination aus mechanischem und elektronischem Schließsystem bietet eine mechatronische Schließanlage. Hierbei handelt es sich um eine Verbindung aus mechanischer Schließanlage und elektronischen Zutrittskontrollen. Der Vorteil ist, dass zusätzlich zur Frage Trägt die Person den passenden Schlüssel bei sich? auch noch ihr Wissen in Form einer PIN-Abfrage oder biometrischen Merkmalen wie Fingerabdruck oder Netzhautabgleich abgefragt werden können. Diese Variationen sind insbesondere für Unternehmen mit hoher Sicherheitsstufe interessant.

Schneller reagieren dank elektronischer Schließanlagen

Elektronische Schließsysteme werden aufgrund höherer Ansprüche an Sicherheit und Flexibilität immer relevanter. Durch elektronische Kontrollen der Zugangsberechtigung wird das Risiko von illegalem Zutritt minimiert. Hinzukommt, dass die Fluktuation innerhalb von Unternehmen oder Mehrfamilienhäusern weiter zunimmt und somit die Erneuerungszyklen kürzer werden. Menschen ziehen häufiger um, wechseln die Stadt und fangen öfter einen neuen Job an. Das rasche Sperren von Transpondern, die als virtuelle Schlüssel fungieren, erleichtert demnach zunehmend Arbeit der Schlüsselverwaltungen und spart Kosten.

Löschen der Zutrittsberechtigung

Der Vorteil hierbei ist gegenüber einem mechatronischen System mit physischem Schlüssel, dass Transponder direkt gesperrt werden können und somit die Zutrittsberechtigung erlischt. Verliert ein Karteninhaber seine Zutrittsgenehmigung, kann seine Karte deaktiviert oder umprogrammiert werden. Bei einigen Anbietern, die mittels Verbindung zum Internet eine Verbindung zu Sensoren aufbauen, ist das Verwalten der Zugangsberechtigungen auch aus der Ferne möglich. Ein Beispiel für dieses System ist die Schlüsselverwaltung von KIWI per KIWI Portal oder App.

Wer geht wann durch welche Tür?

Ein weiterer Punkt mit Blick auf die Sicherheit ist die Nichtkopierbarkeit des virtuellen Schlüssels. Für Unternehmen nützlich könnte auch die Möglichkeit zur Erfassung von Daten sein. Manche Systeme bieten das Erstellen von Nutzungsprotokollen an. Zudem verliert der Schlüsselbund nicht nur an Gewicht, sondern verschwindet gleich ganz.

 



 

Auch eine elektronische Schließanlage ermöglicht die Einstufung in Hierarchien. In einem Mehrfamilienhaus haben unterschiedliche Parteien auch Zugang zu unterschiedlichen Bereichen, beispielsweise durch ein Smart Lock an der Wohnungstür. Da das Zutrittsrecht für mehrere Türen auf einem Transponder gespeichert werden kann, können Berechtigungen flexibler zugefügt oder entzogen werden als beim Einsatz eines physischen Schlüssels. Bei intelligenten elektronisches Schließsystemen ist das Zutrittsrecht nicht dem Transponder zugeordnet, sondern einer Person direkt. Das bietet maximale Flexibilität. Selbst, wenn Transponder verloren gehen, könnte die Person noch mit dem Smartphone oder einer anderen Applikation die Tür öffnen. Der Transponder ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, wie das Zutrittsrecht genutzt werden kann. Soll die Person keinen Zutritt mehr zur Tür haben, zum Beispiel bei Auszug eines Mieters, lässt sich das Zutrittsrecht über eine Verwaltungssoftware mit wenigen Klicks vom Büro aus entziehen. Damit müssen Änderungen der Zutrittsrechte nicht mehr vor Ort an der Tür bzw. am Schloss vorgenommen werden und keine Schlösser mehr getauscht werden.

Ganz ohne Schlüssel

Das Beispiel KIWI

Das elektronische Schließsystem KIWI ist insbesondere für Mehrfamilienhäuser geeignet. An die Stelle des physischen Schlüssels tritt eine Transpondertechnologie oder das Öffnen einer Tür per Smartphone App. Es können unterschiedliche Türen, die mit dem System ausgestattet sind, von einem einzigen Transponder bedient werden. Dies ermöglicht eine hierarchische Zuordnung, wie sie etwas bei der General-Hauptschlüsselanlage gebräuchlich ist. Somit wird das Schlüsselmanagement auch für große Gebäudekomplexe komfortabler. Insbesondere erhöht sich die Flexibilität, da Zugangsberechtigungen einfach hinzugefügt bzw. entzogen werden können. Extra einen neuen Schlüssel anfertigen zu lassen, der in das entsprechende System integriert ist, kann man sich mit KIWI sparen.

 

Buchstäblich sparen können Nutzer auch Kosten gegenüber einer mechanischen Schließanlage. Außerdem erhöht sich die Sicherheit beispielsweise bei einem Verlust des virtuellen Schlüssels etwa durch Diebstahl, da mittels KIWI Portal oder App der entsprechende Transponder gesperrt werden kann. Die Zutrittsberechtigung erlischt in Echtzeit, egal aus welcher Entfernung.

 

Da KIWI sowohl eine Lösung für Haustüren als auch für innenliegende Türen anbietet, handelt es sich bei dem System um eine Komplettlösung. Im Mehrfamilienhaus können demnach mechanisches Zentralschloss an der Haustür und die Vielzahl von Einzelschließungen an den Wohnungstüren durch elektronische Türschlösser ersetzt werden. Neben Mietern und Verwaltern können auch Dienstleister wie Entsorgungsunternehmen ihre Arbeitsabläufe optimieren.

 

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Claudia Nagel

Dr.-Ing. Claudia Nagel leitet als Geschäftsführerin den operativen und technischen Bereich bei KIWI. Vor der Unternehmensgründung war die promovierte Ingenieurin Projektleiterin bei McKinsey. Als Erfinderin von KIWI ist sie die Expertin für alle Schlüsselthemen.

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