Handwerker finden und rei­bungs­los sa­nie­ren während der Corona-Krise: So geht’s

Lesezeit: 4 Minuten

Handwerker und Wohnungsunternehmen stehen während der Corona-Pandemie gleichermaßen vor zahlreichen Herausforderungen. Wie Sanierungsmaßnahmen trotz Kontaktbeschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden können, zeigt eine digitale Plattform aus Berlin.

Das Wichtigste in Kürze

  • Während der Pandemie haben Wohnungsunternehmen zunehmend Probleme, ein Handwerksunternehmen für Sanierungsarbeiten zu finden.
  • Viele Handwerksunternehmen sind nicht nur ausgelastet, sondern leiden auch unter dem Ausfall von Fachkräften aufgrund der Verbreitung von Covid-19.
  • Eine digitale Plattform stellt für Wohnungsunternehmen übersichtlich dar, welche Handwerksbetriebe Aufträge annehmen können und übernimmt zugleich das Prozessmanagement.

Auf einen Schlag alles anders – für Wohnungsunternehmen und Handwerker gleichermaßen

Anfang März war im deutschen Handwerk noch alles in Ordnung. Volle Auftragsbücher und vielversprechende konjunkturelle Perspektive stimmten die Branche zuversichtlich. Für Wohnungsunternehmen in ganz Deutschland war es allerdings damals schon schwer, schnell an verfügbare Handwerker zu kommen: Investitionsfreudige Wohnungsunternehmen sorgten für gut gefüllte Auftragsbücher in den Handwerksbetrieben – und für eine entsprechend hohe Auslastung der Handwerksbetriebe

Die Corona-Pandemie in Deutschland hat nun zu drastischen Einbrüchen im Geschäft der Handwerksbetriebe geführt. So berichten der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), dass aktuell drei von vier Betrieben Umsatzrückgänge von durchschnittlich rund 50 Prozent verzeichnen, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind.

Kunden stornieren aus Verunsicherung Aufträge, coronabedingt fällt in vielen Handwerksbetrieben zudem jeder dritte Handwerker aus. Vor allem Letzteres macht es der Wohnungswirtschaft aktuell schwer, sach- und fachkundige Handwerksbetriebe mit freien Kapazitäten zu finden: Durch den Ausfall von Handwerkern müssen einige Betriebe selbst lukrative Aufträge ablehnen.

Fehlende Handwerker sorgen für Engpässe

Die Handwerksbetriebe haben nach und nach auf einen Notbetrieb umgestellt, da die noch einsatzbereite Belegschaft nicht ausreicht, um sämtliche Aufträge fachgerecht abzuarbeiten – von den anstehenden neuen Aufträgen ganz zu schweigen. In erster Linie versuchen die Betriebe, die aktuellen Kunden so gut wie möglich zu bedienen.

Fehlende Handwerker sind mitunter auch ein fachliches Problem, wenn die fehlende Expertise der ausgefallenen Kollegen nicht von der einsatzbereiten Belegschaft ausgeglichen werden kann. Sind beispielsweise die einzigen beiden Trockenbauer des Unternehmens ausgefallen, liegen einige Baustellen zwangsläufig brach oder es werden händeringend Subunternehmer gesucht, die bei der ein oder anderen Baustelle aushelfen können. Dies führt wiederum zu erhöhtem Koordinationsaufwand und zwangsläufig zu zeitlichen Verzögerungen in der Fertigstellung.

Der Weg aus der Misere: Sanierungsprozesse digitalisieren

Freie Kapazitäten bei kompetenten Fachbetrieben sind also das A und O – und die sind durchaus vorhanden. Es gilt also, Handwerksbetriebe, die noch nicht ausgelastet sind, mit Wohnungsunternehmen, die sanieren möchten, zusammenzubringen. Doch wie muss der Gesamtablauf gestaltet sein, um eine schnellere und einfachere Umsetzung zu realisieren? Klar ist: Nur ein Gesamtsystem, das Zusammenhänge automatisiert darstellt, bietet einen echten Mehrwert. Doozer, eine Lösung vom gleichnamigen Softwareanbieter aus Berlin, setzt hier an und führt nicht nur Angebot und Nachfrage zusammen, sondern berücksichtigt auch den weiteren Organisationsprozess der Sanierung.

So wird zum Beispiel die Kündigung von Mietern in einem ERP-System erfasst und gespeichert, um einen anstehenden Leerstand anzuzeigen, während dem eine Sanierung möglich ist. Diese Information kann via Schnittstelle automatisch an Doozer weitergeleitet werden, so dass ein technischer Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens zeitnah die Begehung der Wohnung und die Aufnahme der Sanierungsleistung planen und koordinieren kann.

Die Bestandsaufnahme und Dokumentation von notwendigen Sanierungsleistungen wird digital und mobil vor Ort auf einem Tablet in Doozer erfasst. Mit wenigen Mausklicks kann dann das passende Handwerksunternehmen ausgewählt und unter Beachtung von Freigaberegelungen gleich beauftragt werden. Der Auftrag wird abgespeichert und kann ebenfalls via Schnittstelle automatisiert direkt im ERP-System des Wohnungsunternehmens angelegt werden.

In dem Freigabeprozess für den Sanierungsauftrag, der intern und digital erfolgt, fließen Faktoren wie Budgetgrenzen, Rentabilitätsrechnungen oder Mietpreisbremse und Mietspiegel automatisch mit ein. Die konkrete Auftragsvergabe an Handwerksbetriebe verläuft ebenfalls integriert und digital. Die Grundlage dafür bildet das einheitliche Doozer-Leistungsverzeichnis. Es enthält genaue Vorgaben zu Materialien, Mengen, Massen und anderen Faktoren. Falls in der Folge weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig sind, kann der vorhandene Auftrag ganz einfach durch einen Nachtrag ergänzt werden.

Smart Home E-Book herunterladen.

Hohe Termintreue dank täglicher Updates

Handwerker müssen auf der digitalen Plattform von Doozer ihre Kapazitäten tagesaktuell hinterlegen. Dies gewährleistet eine sehr hohe Sicherheit in Bezug auf die Termintreue. Außerdem werden alle Aufträge vom Auftraggeber und auch vom Handwerker dokumentiert und im Anschluss bewertet, so dass Doozer auftretende Probleme registriert und bei Bedarf moderieren kann.

Digitalisierung spart Zeit und Geld

Digitale Lösungen leisten einen wesentlichen Beitrag, um Sanierungsprozesse effizienter zu gestalten. Während die Arbeiten bei analogen Prozessen rund acht bis 12 Wochen dauern können, verkürzen digitale Prozesse eine Sanierung auf mitunter zwei bis vier Wochen. Folglich reduzieren sich die Leerstandszeiten deutlich.

Mit Blick auf die kosten- und zeitintensive Leerstandsanierung haben sich ganzheitliche, digitale Lösungen bewährt, weil sie komplexe Prozessketten einfacher und somit effizienter gestalten. Die Verringerung der Kontaktintensität machen digitale Prozesse nicht nur sicherer, sondern in Zeiten von coronabedingten Kontaktbeschränkungen sogar notwendig. An dieser Stelle setzt die ganzheitliche und digitale Lösung von Doozer an.


Über Doozer

Doozer aus Berlin ermöglicht Immobilieneigentümern bzw. -verwaltern eine einfache Online-Beauftragung von passenden Fachbetrieben für fast sämtliche Handwerksleistungen, die bei einer Wohnungssanierung benötigt werden. Beauftragte Handwerksunternehmen erhalten über das Portal alle Details, die für die Durchführung notwendig sind, so dass eine weitere Abstimmung zwischen Auftragsgeber und -nehmer im Regelfall nicht notwendig ist. Alle relevanten Informationen bleiben zudem für Folgeaufträge gespeichert, so dass eine mehrfache Auftragseinstellung überflüssig ist. Die Auftraggeber profitieren vor allem von der Automatisierung zahlreicher Prozesse, die ein deutliche höheres Tempo bei der Beauftragung sowie der Durchführung der Handwerksleistungen ermöglichen. Dieses führt wiederum zu deutlich geringeren Kosten, besonders bei umfassenden Sanierungsarbeiten.

Die Marke Doozer gehört zur Doozer Real Estate Systems GmbH, die 2014 von Nicholas Neerpasch und Jan Dörlitz gegründet wurde. Weitere Informationen gibt es auf der Unternehmenswebsite: www.doozer.de


KIWI gemeinsam mit weiteren Unternehmen vom ZIA ausgezeichnet

Beim ersten Schritt zur digitalen Transformation tun sich einige Unternehmen noch schwer. Auf die Sprünge Weiterlesen

Wohnquartier der Zukunft: Diese digitalen Lösungen sind bereits heute im Einsatz

An das "Wohnen der Zukunft" werden zunehmend mehr Ansprüche durch die Mieter gestellt. Welche Lösungen Weiterlesen

Datatrain beim KIWI-Hackathon: Digitaler Türzugang “ein Killer-Feature”!

Gleich mehrere Use Cases aus Mietersicht hat das Team Datatrain beim 1. KIWI Hackathon abgebildet. Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar