Die ersten 100 Tage bei KIWI: Geschäftsführer Alexander Pannhorst ist “fasziniert und beeindruckt”

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Binnen der letzten 12 Monate hat sich KIWI als Marktführer für digitale Schließsysteme für die deutsche Wohnungswirtschaft weiter etabliert. Mit dem stetig wachsenden Kundenkreis wächst für das PropTech allerdings auch die Aufgabe, die internen Abläufe weiterhin reibungslos zu gestalten, bei einer gleichbleibend hohen Produkt- und Servicequalität. “Skalierbarkeit” ist für KIWI das Stichwort der Stunde ‒ und hier ist Alexander Pannhorst Experte.

Pannhorst kümmert sich seit September diesen Jahres als neuer COO um die zahlreichen internen und externen Prozesse des Berliner Unternehmens. Nach rund 100 Tagen bei KIWI erkundigt sich sein Geschäftsführungs-Kollege Karsten Nölling nach seinen ersten Eindrücken und Erfahrungen.

Alexander Pannhorst (l.) mit KIWI-CEO Karsten Nölling

Karsten Nölling: Nach vielen Jahren bei der Boston Consulting Group (BCG) und zuletzt bei der Telekom, wo du für rund 250 Mitarbeiter verantwortlich warst, hast du dich nun für KIWI entschieden. Welche Gründe waren dafür ausschlaggebend?

Alexander Pannhorst: In allererster Linie die Vision von KIWI, hinter der ich zu 100 Prozent stehe: Einfacher, digitaler Zugang ist die Zukunft und der physische Schlüssel gehört der Vergangenheit an. Und zwar nicht nur für Türen, sondern auch darüber hinaus. Tore, Schranken – der komplette Zugang zu Immobilien. KIWI lebt diese Vision und treibt sie bereits seit vielen Jahren voran. Und das ziemlich erfolgreich.

Was mich zudem fasziniert, ist die Unternehmensphase, in der sich KIWI aktuell befindet. Ich habe hier die Möglichkeit, in einem sich noch entwickelnden Markt das Wachstum von KIWI aktiv zu gestalten und dabei die Digitalisierung einer ganzen Industrie mit voranzutreiben. Das ist unglaublich spannend! 

Die “KIWI-Kultur”: “Alle haben mich bestärkt!”

Und nicht zuletzt hatte ich auch schon früh einen persönlichen Draht zu KIWI: Ich war schon im vergangenen Jahr KIWI-Nutzer, als ich öfters in einem Co-Working-Space gearbeitet habe. Da habe ich erlebt, wie einfach und nützlich KIWI ist. Ich war fasziniert und beeindruckt. 

Die ersten persönlichen Annäherungen waren auch wichtig. Die waren gleich vielversprechend! Angefangen beim ersten Kontakt über unseren Beiratsvorsitzenden Claudius Moor von der Arbonia Gruppe über unser beider Kennenlernen, Karsten, und das erste Gespräch mit Hannah Nöthig, meiner Vorgängerin. Über Claudius, mit dem ich ja eine gemeinsame Vergangenheit bei BCG habe, bin ich überhaupt erst auf die Stelle aufmerksam geworden.

Alle haben mich bestärkt, dass ich auch persönlich sehr gut in die “KIWI-Kultur” passe, und mit meinen Erfahrungen und Skills viel zum Erfolg von KIWI beitragen kann.

Als Vice President für die Deutsche Telekom Service GmbH war Alexander Pannhorst für rund 250 Mitarbeiter zuständig und trieb die Bereiche Prozessoptimierung und Digitalisierung entscheidend voran. Zuvor war er als Principal bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group tätig. Pannhorst war zudem Co-Founder und Geschäftsführer der Online-Plattform “MeinProf”, deren Entwicklung er auch technisch entscheidend begleitete und beeinflusste.

Nölling: Was war in den ersten 100 Tagen bei KIWI am spannendsten?

Pannhorst: Die Vielzahl und Bandbreite an Themen: vom kompletten Re-Design zweier unserer Kernprodukte und den beiden neuen Zulieferern für diese über die Personalentscheidungen für unser Leadership-Team, das Aufstellen des Budgets 2021 und Anpassung unseres 5-Jahres-Plans, dem Umgang mit den alltäglichen kleineren und größeren Problemen bei unseren Kunden bis hin zur kontinuierlichen Arbeit an der Verbesserung unserer Kunden- und internen Prozesse. Ich bin bereits in fast sämtliche Prozesse voll integriert.

Im Fokus der letzten 3 Wochen war aber vor allem die Weiterentwicklung unserer Vision und Mission und Ableitung unserer strategischen Ziele für das kommende Jahr, zusammen mit unserem Leadership Team. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Nölling: Bevor man eine neue Aufgabe übernimmt, hat man ja Vorstellungen von dem, was einen erwartet. Hast du etwas unterschätzt?

Pannhorst: Ganz klar die Komplexität des Produkts “Tür”. Über die Funktionsweise und den (fehlenden) Standardisierungsgrad von Türen denkt man ja als Laie nicht viel nach. Inzwischen verstehe ich besser, warum die Kollegen häufig sagen “Jede Tür ist anders!”. (lacht)

Auch die Komplexität unserer Produkte und der Infrastruktur hatte ich so nicht erwartet. Umso spannender ist es für mich, hier an diversen Produkt- und Prozessverbesserungen mitzuarbeiten, um Einfachheit und Standardisierung bei Installationen und die Zuverlässigkeit im Betrieb zu erhöhen.

“Direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden, hat geholfen”

In den ersten Tagen war Alexander Pannhorst (r.) unter anderem mit den KIWI-Installateuren unterwegs.

Nölling: Was hast du überschätzt?

Pannhorst: Ich hatte erwartet, dass es länger dauern würde, bis ich das Gefühl habe, richtig bei KIWI angekommen zu sein. Das Gefühl stellte sich allerdings innerhalb eines Monats ein, und lag vor allem an drei Dingen: 

Zum einen die sehr professionell vorbereitete und durchgeführte Übergabe von Hannah.

Zum zweiten die Erkenntnis, dass wir beide, du und ich, Karsten, in vielerlei Hinsicht zwar sehr komplementär sind, uns gut ergänzen; dabei sind wir aber von sehr ähnlichen Ansichten, Motivation und Zielen getrieben, so dass wir immer an einem Strang ziehen.

Und – last but not least – die besondere KIWI-Kultur, die vor allem von Offenheit und sehr viel Spaß und Freude an der Arbeit geprägt ist. Direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden, in Bezug auf das Produkt-Re-Design mit zwei neuen Zulieferern und der Budget-Aufstellung, hat auch geholfen, schnell bei KIWI anzukommen. “Hitting the ground running … ” wie es als Berater immer so schön hieß. (lacht)

Im Fokus: Customer Operations und Internal Operations

Nölling: Welche Themen werden für KIWI im Operations-Bereich noch weiter wichtig werden? Was sind die großen Themen für dich und deinen Bereich in den nächsten Monaten? Wie sieht hier dein Ausblick aus?

Pannhorst: Ich unterscheide hier zwischen Customer Operations (d. h. Produktion, Installation, Betrieb und Kundenservice) und den Internal Operations (u. a. Finance, People and Culture, Business Intelligence). 

In den Customer Operations steht die Skalierung ganz oben auf der Agenda, um unsere ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen. Beispielhaft sind hier die Verbesserung der First-time-right-Quote und die Strategie für das effiziente, deutschlandweite Installieren unserer Produkte zu nennen. 

Intern liegt der Fokus vor allem auf der People-&-Culture-Roadmap. Ich freue mich hier sehr über Helen, die uns seit Anfang des Monats als neue Head of People & Culture unterstützt. Darüber hinaus haben wir viele Initiativen in den Bereichen Finance und Business Intelligence gestartet, die vor allem auf die Unterstützung unseres Wachstums und der Zuverlässigkeit unserer Infrastruktur abzielen.

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