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Die Dynamik der Wohnungswirtschaft: PropTech-Übersicht [Infografik]

Die PropTech-Szene entwickelt sich rasant, die Wohnungswirtschaft hat viele Optionen, die Digitalisierung voranzutreiben. Fast monatlich gibt es Markteintritte – und immer wieder -austritte.

 

Gut 300 PropTechs gibt es derzeit in der DACH-Region, die mit ihrem Angebot mittlerweile fast die gesamte Bandbreite der wohnungswirtschaftlichen Prozesse abdecken. Wir haben unsere Übersicht mit einer Auswahl der aktuellen PropTech-Akteure aktualisiert. (Die Aufzählung ist exemplarisch zu verstehen und ist nicht vollständig.) Die Infografik steht unter folgendem Button zum Download bereit.

 

PropTech Kreis 2019

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Die PropTech-Übersicht – zum Speichern und Ausdrucken

 

Erläuterung der Grafik

Die Wohnungswirtschaft als Ganzes kann man sich als Kreis vorstellen (wie auf der Infografik dargestellt). Dabei handelt es sich um ein dynamisches Konstrukt, das sich in Bewegung und ständiger Weiterentwicklung befindet: einzelne Unternehmen kommen regelmäßig hinzu oder fallen weg, einige Marktteilnehmer erweitern ihr Angebotsspektrum oder schränken ihren Service ein, um sich auf eine spitzere Zielgruppe zu konzentrieren.

 

Im Zentrum dieser Dynamik befindet sich stets der Bewohner. Seine Ansprüche und Rechte in Bezug zu einer Immobilie sind Dreh- und Angelpunkt aller Tätigkeiten der Wohnungswirtschaft. Um ihn herum sammeln sich Wohnungsunternehmen verschiedener Kategorien, private Unternehmen wie zum Beispiel Deutsche Wohnen und Vonovia, kommunale Wohnungsunternehmen wie Degewo und Gesobau, Genossenschaften wie WGBG, Charlottenburger Baugenossenschaft oder die 1904 sowie private Eigentümer, Vermieter und Hausverwaltungen. Um diesen Kern herum ordnen sich Dienstleister aller Art in zahlreichen Kategorien an. In eben diese Kategorien ordnen sich auch die PropTech-Unternehmen ein.

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Die aktuelle PropTech-Szene

Die Wohnungswirtschaft gilt als Branche, die sich mit der Digitalisierung schwer tut. Etablierte Prozesse werden mitunter beibehalten, obwohl eine Umstellung auf ein digitales System effizienter und damit kostengünstiger wäre. Die Angebote der PropTechs werden zugleich immer ausgereifter und detailreicher. Für fast jeden Arbeitsprozess gibt es mittlerweile marktreife Lösung – die Akzeptanz seitens der Wohnungsunternehmen hat allerdings noch Platz nach oben.

 

In den nächsten Monaten und Jahren wird sich dieses ändern, prognostizieren Szene-Kenner. Der Druck auf die PropTechs wächst, denn nach Jahren des Ausprobierens und Nachbesserns erwartet die Wohnungswirtschaft nun handfeste Resultate: Den guten Ansätzen sollen Zahlen folgen, die eine Umstellung auf digitale Prozesse rechtfertigen.

 

In die PropTech-Szene wird dadurch abermals viel Bewegung kommen, denn wer die Erwartungen nicht erfüllt, wird seine Marktposition nicht halten können. Und wer sich behauptet, darf auf ein nachhaltiges Wachstum und eine dauerhaft gute Rolle auf dem Markt hoffen.

 

Was ist eigentlich PropTech?

PropTech – Property Technology (etwa: Immobilien-Technologie) – bezeichnet Unternehmen, die ihre Produkte und Services gezielt auf die Immobilienwirtschaft ausrichten. Die Unternehmen setzen dabei vorrangig auf digitale Ansätze und Lösungen, um bestehende, meist veraltete Abläufe neu zu gestalten. Ziel ist es, Prozesse zu optimieren, häufig auch zu verschlanken und effizienter zu gestalten.

 

PropTechs spezialisieren sich in der Regel auf ein bestimmtes Kerngebiet, wie zum Beispiel:

  • Bau- und Instandhaltung
  • Verwaltung
  • Dienstleistungen der Bewohner
  • Ver- und Entsorgung
  • Technische Anlagen

 

Hinzu kommen Unternehmen, die sich als digitale Plattform etablieren möchten, die mehrere Angebote bündelt und offene für die Integration anderer Anbieter und Services ist.

PropTechs als Unterstützer der Wohnungswirtschaft

PropTechs stellen sich häufig so auf, dass vorhandene Dienstleistungsunternehmen nicht verdrängt bzw. ersetzt werden. Im Gegenteil. Vielmehr bilden sie in vielen Fällen eine Ergänzung zu bestehenden Services und entfalten ihr Potenzial in Kooperation mit bestehenden Wohnungs- und Dienstleistungsunternehmen.

 

Viele PropTechs setzen beispielsweise bei überholten Kommunikationsstrukturen an. Direkte und digitale Kommunikationskanäle in der Logistik wirken ressourcensparend für Wohnungsunternehmen und beauftragte Dienstleister (z. B. Handwerker). Das PropTech ist der Anbieter dieses Services, der nicht nur von Wohnungs-, sondern auch von Dienstleistungsunternehmen in Anspruch genommen wird.

 

PropTechs sind für gewöhnlich also weniger Konkurrenz, sondern vielmehr Kooperationspartner der etablierten Unternehmen. Ein erfolgreiches Beispiel ist KIWI.

 

KIWI kooperiert sowohl mit Wohnungsunternehmen wie Deutsche Wohnen und Degewo, als auch mit Dienstleistern wie Aareon und Schindler Deutschland. Mit diesen starken Partnern etabliert das Unternehmen digitale Schließanlagen in der Wohnungs- und Immobilienbranche, treibt Innovationen voran und etabliert sich selbst als relevanter Marktteilnehmer.

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Karsten Nölling

Der Experte für Wohnungswirtschaft Karsten Nölling ist seit September 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung der KIWI.KI GmbH. Bereits seit Ende 2014 war er als Vertriebsleiter bei KIWI tätig und Mitglied des Executive Committees. Vor KIWI entwickelte er als Firmengründer einen digitalen Concierge Service für Hotels und war als Head of Operations für das Startup 9flats verantwortlich. Davor war Karsten Nölling Unternehmensberater bei McKinsey & Company und Projektleiter für Lean Manufacturing bei Mercedes-Benz. Sie finden ihn auf Twitter und LinkedIn.

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