Wohnungswirtschaft: Wie digitale Lösungen dabei helfen, den Fachkräftemangel zu überstehen

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Der allmähliche Rückzug der Babyboomer-Generation in den Ruhestand trifft auch die Wohnungswirtschaft hart – und bietet zugleich Chancen. Denn der Wechsel ins digitale Zeitalter kann der als behäbig geltenden Branche nur gelingen, wenn die Akteure bereit sind, Änderungen mitzutragen. Und da kommt der Nachwuchs womöglich gerade richtig. Der ist digital-affin, will aber auch mit einem digitalen Arbeitsumfeld überzeugt werden.

Wohnungswirtschaft Nachwuchskräfte

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ausscheiden der Babyboomer-Generation birgt für die Wohnungswirtschaft nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. 
  • Um für den gefragten Nachwuchs attraktiv zu sein, lohnt sich die digitale Transformation.
  • Junge Fachkräfte erwarten ein Arbeitsumfeld, in dem sie ihr Können und Wissen anwenden können. Und das basiert auf digitalen Anwendungen und Arbeitsprozessen.

Wer folgt auf die Baby-Boomer?

Was zunächst nur eine Theorie war, ist mittlerweile bittere Realität: Der Fachkräftemangel greift um sich, nicht nur in der Wohnungswirtschaft. Die geburtenstarken Jahrgänge von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er-Jahre verabschieden sich nach und nach in den Ruhestand, während der Nachwuchs nicht in notwendiger Anzahl nachrückt.

Der Anteil der potenziell erwerbstätigen Personen im Alter zwischen 20 und 67 Jahren wird bis zum Jahr 2060 auf rund 52 Prozent zurückgehen, berichtet Haufe. Das entspricht einem Rückgang von satten 10 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Zahlen. Zugleich wird die Zahl der Menschen im Ausbildungsalter rapide sinken. Es werden also nicht nur viele Menschen den Arbeitsmarkt verlassen, sondern auch weniger hinzukommen.

Junge Fachkräfte beherrschen digitale Prozesse oft gut – und wollen dieses Können auch im Alltag anwenden.

Mit dem Abschied der Babyboomer geht viel Knowhow und Erfahrung verloren und muss ersetzt werden – allerdings nur, wenn sämtliche Arbeitsprozesse so bleiben, wie sie sind. Die Chance, die der erzwungene Generationenwechsel mit sich bringt, ist durchaus groß, denn die anstehenden Veränderungen sind es auch. Eine Kompensation kann durch die Umstellung auf neue Prozesse erfolgen, die besonders von den nachfolgenden Generationen beherrscht werden. 

Beim Ringen um die jungen Talente muss die Wohnungswirtschaft aktiver und wohl auch mutiger werden, denn bislang kommt die Transformation zu einer digitalen und effizient gesteuerten Branche nur schleppend voran. Die ist allerdings entscheidend beim Werben um Fachkräfte. Andere Wirtschaftszweige haben das schneller und besser hinbekommen, wohl auch, da die handelnden Personen die Notwendigkeit der Digitalisierung vollends mitgetragen haben.

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Warum die handelnden Personen mit ins Boot geholt werden müssen

Die Digitalisierung des Zutritts in Unternehmen der Wohnungswirtschaft veranschaulicht das Problem: 

Wenn sich z. B. die Fachleute von KIWI zum ersten Mal mit einem Kunden zusammensetzen, stellen sie mitunter fest, dass der Wunsch nach einer digitalen Lösung für den Zutritt in erster Linie ein Wunsch der Geschäftsführung ist. Ob die Abteilungsleiter oder auch jene Personen, die im Alltag mit der digitalen Anwendung arbeiten sollen, ebenfalls mit der Einführung eines digitalen Systems einverstanden sind, steht häufig auf einem anderen Blatt. 

Den Wunsch nach einem digitalen Zutritt gibt es oft zunächst nur auf Entscheider-Ebene. Aus wirtschaftlicher Sicht sind die Vorteile für Wohnungsunternehmen schließlich offensichtlich:

  • Der Verwaltungsaufwand wird massiv reduziert: Schlüsselübergaben fallen weg, die Zutrittsrechte werden automatisch dokumentiert.
  • Die Kosten bei Schlüsselverlust (inkl. Prozesskosten) fallen ebenfalls komplett weg, ebenso die Kosten für Zweit- und Nachschlüssel.
  • Die Sicherheit der Immobilie steigt: Bei Verlust von z. B. einem Transponder ist der Austausch von Schließzylindern hinfällig – das verlustige Öffnungsmedium, in diesem Fall: der Transponder, wird einfach am Computer gesperrt (in Echtzeit).

Für die ausführenden Personen, z. B. die Mitarbeiter*innen in den Verwaltungen, die tagtäglich Zutrittsrechte vergeben, entziehen und auch dokumentieren, bedeutet die Abkehr von einem rein mechanischen System eine Umstellung. 

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“Digitalisierungs-Muffel” vermeiden eher statt zu profitieren

Neuerungen sind fast immer ungern gesehen, die Folge ist gerne mal Vermeidung. Bei einem neu eingeführten digitalen Schließsystem kann es z. B. passieren, dass “Digitalisierungs-Muffel” in der Hausverwaltung lieber einen Transponder für Handwerker*innen bei Seite legen und diesen bei Bedarf ausgeben – so, wie es seit Jahren mit Metallschlüsseln gemacht wurde – anstatt den externen Fachkräften den Zutritt einfach am Computer freizuschalten, so dass diese sich z. B. per Smartphone selbst hineinlassen können. Das digitale Management der Zutrittsrechte hat somit keinen großen Wert. Die gewohnten Arbeitsprozesse werden so gut es geht beibehalten oder imitiert – der Mehrwert des digitalen Systems ist zu einem Großteil dahin, wertvolle Arbeitszeit wird weiterhin unnötig “verbrannt”.

Wenn gewohnte Arbeitsprozesse nach einer Umstellung imitiert werden, dann nicht selten von Mitarbeiter*innen, die bereits viele Jahre mit diesen Prozessen gearbeitet haben. Das ist nicht verwunderlich und im Grunde auch nachvollziehbar, schließlich steckt in der Beherrschung dieser Prozesse auch viel Knowhow – wer etwas kann, möchte dieses Können auch anwenden.

Nachwuchskräfte nicht zwangsläufig flexibler – aber auf dem neuesten Stand

Mitarbeiter*innen, die mit jenen Arbeitsprozessen noch nicht so viel Zeit verbracht haben, fällt eine Änderung häufig leichter, unabhängig vom Alter und vom Erfahrungsschatz. Zugleich beherrschen besonders jüngere Fachkräfte digitale Anwendungen und die damit verbundenen Arbeitsprozesse überdurchschnittlich gut (Stichwort: Digital Natives) und erhoffen sich ihrerseits, ihr Können und Wissen auch in der Praxis anwenden zu dürfen. 

Wer also als Arbeitgeber beim “War for Talents” auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen haben möchte, kann sich mit dem Einsatz aktueller Arbeitsprozesse attraktiver als Arbeitgeber machen. Und aktuelle Arbeitsprozesse sind mittlerweile fast durchgängig digital.

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