PropTech

Was bedeutet eigentlich PropTech?

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Das Aareon Forum 2016 stand unter dem Motto „Digitale Innovationen“, Axel Gedaschko spricht von der digitalen Revolution der Immobilienbranche, der Immobilien Manager lobt das PropTech des Jahres aus…

 

Man kann sagen, die Immobilienwirtschaft wurde von der Digitalisierung erfasst. In der Branche hört man in diesem Zusammenhang oft Begriffe wie PropTech, Smart Home, Smart Building oder Smart City. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären in diesem Artikel die 4 wichtigsten Begriffe, die Sie kennen sollten und wie sie sich unterscheiden.

Bedeutung für die Wohnungswirtschaft

Nicht nur das produzierende Gewerbe oder Großkonzerne müssen sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen. Alle Unternehmen müssen sich anpassen. In der Wirtschaft ist es nicht anders als in der Natur. Wer sich nicht anpasst, stirbt aus. Unternehmen, die bereits vor Jahren in neue Technologien investiert haben, werden langfristig wettbewerbsfähiger sein und laufen bereits heute der Konkurrenz davon. Leider scheinen die meisten Unternehmen der deutschen Wohnungswirtschaft diese Umstellung und die damit verbundenen Chancen und Risiken noch nicht so ernst zu nehmen. Eine Smart Home Studie der SmartHome Initiative Deutschlands fand u.a. heraus, dass lediglich 12% der Wohnungsunternehmen smarte Technologien bei Neubauten oder Sanierungen einplanen.

 

Durch digitale Lösungen bieten sich allerdings zahlreiche Möglichkeiten für Wohnungsunternehmen. Zum Beispiel lassen sich durch effizientere Prozesse Kosten sparen. Zudem kann durch zusätzliche Serviceangebote und neue Geschäftsmodelle die Kundenbindung erhöht und die Einnahmen signifikant gesteigert werden. Um die unterschiedlichen smarten Lösungen besser einordnen zu können, haben wir für Sie die 4 wichtigsten Begriffe erklärt.

PropTech treibt die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft voran

Immer häufiger fällt der Begriff PropTech, wenn es um die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft geht. Unter dem Begriff PropTech verbergen sich eine Reihe unterschiedlicher Kategorien. Typischerweise findet man PropTech Unternehmen in allen Geschäftsfeldern der Immobilienbranche.

 

PropTech steht für „Property Technology“ und umfasst als Sammelbegriff alle neuen, meist digitalen Technologien bzw. Unternehmen mit Immobilienbezug. Demnach kann PropTech als ein Treiber für die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft angesehen werden. Während die Digitalisierung der Wohnungswirtschaft einen (leider noch langsamen) Prozess beschreibt, verbirgt sich hinter PropTech eine eigene Branche, vergleichbar mit FinTech (Technologieunternehmen im Bereich Finanzwirtschaft). PropTech-Unternehmen nutzen neue Soft- und Hardware Lösungen, um bestehende Prozesse effizienter zu gestalten. Neben reinen Kosteneinsparungen, verbessern PropTech-Unternehmen durch digitale Technologien v.a. die Qualität, Flexibilität und Transparenz des Leistungsangebots ihrer Kunden und tragen dadurch auch zum langfristigen Erfolg von etablierten Immobilienunternehmen bei. Eine gute Übersicht über deutsche PropTech-Unternehmen finden Sie hier.

Smart Home

KIWI definiert Smart Home als alle digitalen Produkte und Dienstleistungen, die den Menschen in ihrem Zuhause einen Nutzen bringen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nicht jede digitale Innovation im „intelligenten Zuhause“ auch automatisch ein Smart Home Feature sein muss. Es gibt leider viele Auswüchse, die weder Nutzen bringen, noch ausreichend getestet sind. Darunter leidet die gesamte Branche. Es gibt aber auch viele Entwicklungen, die wirklichen Nutzen stiften, indem Haushaltselektronik und -geräte, wie z.B. Beleuchtung, Heizung, Jalousien, Unterhaltungselektronik und sämtliche weitere Anwendungen miteinander vernetzt sind. Darüber hinaus wird den Nutzern ermöglicht, Daten zu speichern und eine eigene Logik zu entwickeln. Gesteuert werden sie beispielsweise über das Internet oder erweiterbare Smartphone Apps . Auf diese Weise können Bewohner mit ihrem Zuhause kommunizieren und effizienter mit den Ressourcen umgehen. Ein gutes Beispiel für ein Smart Home System ist innogy.

Smart Building

Smart Building geht über das Smart Home hinaus. Man spricht häufig auch von Gebäudeautomation. Wie der Name andeutet, geht es hier um das gesamte Gebäude. Dies schließt auch größere Gebäude, wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbekomplexe mit ein. Wie bei Smart Home Anwendungen, werden durch das Zusammenspiel von physischen Objekten, die mit Sensoren und Aktoren ausgestattet sind, einer intelligenten Vernetzung und Datenverarbeitung neue Services angeboten, die den Nutzen des Hauses und die Lebensqualität erhöhen.

 

Durch Gebäudeautomation kann sich das Haus zum Beispiel seinen Nutzern anpassen und flexibel auf neue Nutzer reagieren. Durch intelligente Raumkonzepte kann sich in Zukunft zum Beispiel der Wohnraum automatisch anpassen, wenn ein Paar Nachwuchs erwartet und weitere Zimmer benötigt. Zudem wird die Wohnung den sich ändernden Lebensrhythmus der Bewohner erkennen und z.B. Licht, Heizung und Sicherheitssysteme automatisch anpassen. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Vernetzung und der Datenverarbeitung durch intelligente und selbstlernende Algorithmen zu. Ohne eine funktionierende Erfassung und Verarbeitung der großen Datenmengen sind die zusätzlichen Serviceangebote nicht realisierbar.

 

Verbesserte Prozesse sorgen auch in der Bauwirtschaft für beschleunigte Abläufe geringere Bau- und Betriebskosten. Hinter dem Stichwort Building Information Modelling (BIM ) stehen Bau- und Betriebsprozesse, die die Effizienz in Bauplanung und Gebäudebewirtschaftung steigern.

 

Bei Smart Building Lösungen werden nicht nur physische Objekte, wie Glühbirnen oder Wasserzähler, die sich im Gebäude befinden vernetzt, sondern das gesamte Gebäude wird Bestandteil einer vernetzten Stadt – der Smart City. D.h., das Haus kommuniziert mit anderen Häusern und v.a. auch mit weiteren Dingen (Things) und Menschen, die den Lebensraum Stadt mitgestallten.

 

Am weitverbreitetsten unter den Smart Building Anwendungen sind bedarfsgerechtes Energiemanagement und intelligente Sicherheitssysteme. Zudem werden vermehrt intelligente Schließsysteme, wie das schlüssellose Türzugangssystem KIWI , nachgefragt. Die meisten digitalen Schließsysteme lassen sich der Kategorie Smart Home zuzuordnen, da es sich meist nur um eine Insellösung für eine ganz bestimmte Wohnung handelt. Andere hingegen, darunter auch KIWI, machen den Spagat zwischen Smart Home, Smart Building und Smart City, indem Sie eigentümerübergreifend die Türen von unterschiedlichen Häusern, in unterschiedlichen Städten miteinander vernetzen. Das bietet zusätzliche Möglichkeiten im Bereich des Schlüsselmanagements und erhöht die Sicherheit in den Gebäuden.

Weitere PropTech Geschäftsfelder

PropTech-Unternehmen haben in alle Bereiche des Immobilienlebenszyklus Einzug gehalten. Von der Planung, Entstehung und Vermarktung über die Aufgaben des klassischen Property und Asset Managements bis hin zur Neuverwertung oder Abriss von Gebäuden, erleichtern zahlreiche digitale Lösungen den Arbeitsalltag von Immobilienexperten. Es gibt seit kurzem auch eine Plattform, auf der sich PropTech-Unternehmen vernetzen können und die etablierten Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft die Chance bietet, einen besseren Überblick über die aktuellen PropTech-Lösungen zu erhalten: Die German PropTech Initiative (GPTI).

Fazit

Wie mehrere aktuelle Befragungen von Unternehmen der Wohnungswirtschaft aufgezeigt haben, beschäftigen sich die meisten in der Branche mit dem Thema Digitalisierung noch etwas zögerlich. Auf der einen Seite liegt das wahrscheinlich an der noch geringen Transparenz im neuen Feld PropTech. Vielen Immobilienunternehmen fehlt der Überblick, welche Lösungen es gibt, und v.a. wie diese neuen Angebote zum Unternehmenserfolg beitragen können. Auf der anderen Seite gibt es auch einige Wohnungsunternehmen, die die Potenziale der Digitalisierung früh erkannt haben und aktiv in diesen zukunftsweisenden Bereich investieren. So arbeitet degewo an einer umfassenden Strategie neue Technologien – darunter auch das schlüssellose Türzugangssystem KIWI – zu integrieren. Dadurch optimiert das Unternehmen nicht nur Prozesse und spart langfristig Kosten, sondern erhöht nebenbei das Wohlbefinden seiner Mieter.

 

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Christian Bogatu

PropTech-Spezialist Dr.-Ing. Christian Bogatu ist Mitgründer und Beirat bei KIWI. Der mehrfache Gründer und Ex-McKinsey-Berater begleitet das Thema Digitalisierung der Immobilienbranche durch seine Tätigkeit bei KIWI, als CEO von Fresh Energy und als Advisor für Großkonzerne wie innogy. In unserem Blog teilt er sein Wissen und seine Erfahrungen zu diesem Thema.

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