Nachteile elektronischer Türschlösser

Die 7 größten Nachteile elektronischer Türschlösser – stimmt das denn?

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Elektronische Schließanlagen sind teuer, aufwändig in der Montage und am Ende für Mieter und Mitarbeiter zu kompliziert zu bedienen – davon sollte man lieber die Finger lassen! Mit diesen und weiteren Annahmen werden Anbieter elektronischer Schließsysteme häufig von Skeptikern konfrontiert. Wie es allerdings meistens ist, sind auch die Fragen rund um das Thema Digitalisierung des Schlüsselmanagements nicht pauschal zu beantworten. Darum lohnt es sich, die 7 größten Nachteile gegenüber elektronischen Schließanlagen näher zu betrachten und gegebenenfalls mit einigen davon aufzuräumen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hoher Montage-Aufwand? Hoher Montage-Aufwand kann vermieden werden, bei elektronischen Zutrittskontrollen, die rückstandslos rückbaubar auch in Bestandsimmobilien eingebaut werden können. Typischerweise funktionieren diese Systeme parallel zum bestehenden Schließsystem
  • Nur bei Neubau? Es muss nicht zwangsläufig ein Neubau sein: viele elektronische Schließsysteme sind in Bestandsobjekten einsetzbar.
  • Ohne Strom? Bei Stromausfall sollten Sie nicht vor verschlossenen Türen stehen
  • Werden alle Parteien ins Boot geholt? Einfache Bedienung berücksichtigt jeden Nutzer. Es muss niemand gezwungen werden das neue System zu nutzen. Bei manchen Lösungen müssen nicht alle Nutzer das digitale Schließsystem nutzen, da sie parallel zum traditionellen Schlüssel funktionieren.
  • Aufwendige Verwaltung elektronischer Türschlösser? Es gibt einfache browserbasierte Systeme, die sich sogar in vorhandene Software-Lösungen zur Immobilienverwaltung integrieren lassen
  • Datenschutz? Weichen Sie Datenkraken aus und schützen Sie Ihre Bewohner mit einem elektronischen Schließsystem



1.Der Einbau eines elektronischen Türschlosses kann viel Aufwand verursachen.

Der Montageaufwand ist eine berechtigte und große Sorge der meisten Eigentümer. Schließlich müssen sämtliche Türen umgebaut werden, die in die elektronische Schließanlage miteinbezogen werden sollen. Das bedeutet, dass man typischerweise Schließzylinder ausmessen, durch elektronische Schließzylinder austauschen und gegebenenfalls Wandlesegeräte anbringen muss. Außerdem ist es bei manchen elektronischen Schließsystemen nötigt bestimmte Türen zu verkabeln. Sollte das System den erhofften Effekt nicht erfüllen, ist die Deinstallation ebenso aufwändig und teuer.

 

Der Markt elektronischer Türschlösser umfasst zahlreiche Anbieter mit verschiedenen Produkten. Für manche Systeme mögen diese Nachteile zutreffen. Allerdings gibt es Beispiele, an denen man gut sehen kann, dass es unkomplizierte Alternativen gibt. Systeme, die unsichtbar hinter dem Klingelschild des Mehrfamilienhauses installiert werden, kommen vollständig ohne Umbau der Türen und der Schließzylinder aus.

 

Dadurch, dass diese Systeme als Zusatz zur herkömmlichen Schließanlage funktionieren, wird ein weiterer Nachteil aus der Welt geschafft. Bei der Umrüstung von einem mechanischen auf ein elektronisches Schließsystem muss nämlich meist die mechanische Schließanlage entsorgt werden. Diese ist häufig allerdings noch voll funktionsfähig, kann aber nicht parallel zum elektronischen Schließsystem genutzt werden.

 

Andere elektronische Türschlösser funktionieren parallel zum vorhandenen Schließsystem. Dieses Prinzip gewährleistet auch Bewohnern mehr Freiraum. Mieter bekommen nicht einfach ein elektronisches System aufgezwungen, sondern können sich zwischen den elektronischen Öffnern, wie etwa dem Transponder und Smartphone, oder ihrem herkömmlichen Schlüssel entscheiden. Somit können sich Mieter auch zu einem späteren Zeitpunkt noch entscheiden, die elektronische Schließanlage zu nutzen.

 

Zusätzlich nutzen diese flexiblen elektronischen Schließsysteme das Baukastenprinzip, mit dem man diese Lösungen jederzeit auf weitere Türen ohne großen Aufwand erweitern kann. Zudem bieten manche Systeme auch die Möglichkeit bei allen ausgestatteten Türen die Zutrittsrechte jederzeit online vom PC aus zu ändern. Bei unflexiblen Systemen muss vor dem Einbau ein detaillierter Schließplan erstellt werden, wie bei mechanischen Schließanlagen auch. Wird später ein neuer Nutzer oder eine weitere Tür hinzugefügt, bedeutet das viel Aufwand. Systeme allerdings mit höherer Flexibilität sind problemlos erweiter- und rückbaubar.

2. Nur für Neubau? Nicht alle elektronischen Schließsysteme eignen sich für Bestandsobjekte.

Ein elektronisches Schließsystem wäre sicherlich praktisch und sicher, aber in einem Bestand, der hauptsächlich aus Altbauten besteht nicht immer realisierbar. Altbauten nachträglich elektronisch nachzurüsten, kann bei manchen elektronischen Türschlössern teuer und aufwändig werden – falls es überhaupt möglich ist. Manche zusammenhängende elektronische Schließanlagen setzen z.B. eine bestimmte technische Infrastruktur voraus.

 

Allerdings ist dies nicht immer der Fall. Beispielweise gibt es das elektronische Schließsystem KIWI. Mit KIWI lassen sich sämtliche Objekte ausstatten, die über eine gängige Klingelanlage verfügen. Denn KIWI Smart Entry wird nicht an der Tür selbst eingebaut. Außerdem bringt KIWI sein eigenes Netzwerk mit und ist somit nicht auf eine bereits vorhandene Netzwerk-Infrastruktur angewiesen. Ob Alt- oder Neubau, dieses elektronische Schließsystem passt sich jeder Immobilie individuell an.

3. Wenn der Strom ausfällt, steht man vor verschlossenen Türen.

Okay, es gibt also elektronische Schließsysteme die ohne Aufwand sogar in Altbauten flexibel einzubauen sind. Ein weiterer wichtiger Punkt den es zu klären gilt: Was passiert bei einem Stromausfall? Stehen Ihre Mieter bei einem Stromausfall vor verschlossenen Türen?

 

Nicht jedes elektronische Schließsystem ist an das gebäudeinterne Stromnetz gekoppelt und daher bei einem Stromausfall nicht zwangsläufig betroffen. Beispielweise verfügen elektronische Türknäufe häufig über eigene Batterien oder Akkus. Sollte die elektronische Schließanlage aber dennoch beispielweise über die hauseigene Klingelanlage oder eine andere Quelle mit Strom versorgt werden, kann ein Plan B Probleme vermeiden. Ist der Metallschlüssel beispielweise weiterhin nutzbar, lässt sich die Tür zu mit diesem jederzeit öffnen. Manche elektronischen Türschlösser bieten sogar eine Akkupufferung – eine Art Notstrom-Batterie – die für die Zeit des Stromausfalls das Türschloss in Betrieb hält.

4. Die Bedienung ist kompliziert und ältere Bewohner werden überfordert.

In einem Mehrfamilienhaus leben meist die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Bei der Auswahl des passenden Schließsystems müssen alle Gruppen berücksichtigt werden. Oft herrscht die Sorge, dass elektronische Schließanlagen in der Anwendung kompliziert sind. Die vielen verschiedenen Arten, Türen elektronisch zu öffnen, beispielweise mit Transpondern, Chipkarten, per App, mechatronischem Schlüssel oder mittels Pin-Code , können weniger technikaffine Bewohner überfordern. Insbesondere ältere Menschen fühlen sich ausgeschlossen.

 

Die Praxis zeigt, dass gerade elektronische Systeme ältere Mieter in ihrem Alltag unterstützen können. Insbesondere gilt dies für das berührungslose Türöffnen. Bei digitalen Schließsystemen, wie von KIWI, kann der Transponder in der Tasche verbleiben. Der Transponder kommuniziert bei einer Reichweite von 1 bis 3 Metern mit dem Sensor hinter der Klingelanlage. Verfügt der Bewohner über die nötige Zutrittsberechtigung, entriegelt die Tür automatisch und muss nur noch aufgedrückt werden. Für Menschen mit Gehhilfe zum Beispiel ist dies eine große Erleichterung, da der Transponder nicht aus der Tasche holt oder an ein Lesegerät an der Tür gehalten werden muss. Somit können bestimmte elektronische Schließsysteme sogar die Barrierefreiheit von Immobilien erhöhen.

5. Zusätzlich zum herkömmlichen Verwaltungssystem muss sich die Hausverwaltung auch noch mit der Schließanlagen-Software herumschlagen.

Die meisten Hausverwaltungen nutzen bereits eine Software zur Verwaltung, beispielsweise Aareon oder ein anderes ERP-System. Darauf sind sie eingespielt und die Mitarbeiter im Umgang geschult. Eine zusätzliche Software zur Schlüsselverwaltung bedeutet allerdings doppelte Arbeit, beispielsweise in Sachen Datenpflege. Außerdem entstehen bei vielen elektronischen Türschlössern, je nach Nutzungsumfang, zusätzliche Kosten für die Software, die oft auch nur auf bestimmten Computern installiert werden kann. Dadurch ist auch der Umgang damit eingeschränkt.

 

Es gibt jedoch elektronischeTürschlösser mit eigener browserbasierter Verwaltungsplattform. Dort können sich Hausverwaltungen, Eigentümer, Gewerke und weitere Dienstleister sowie Mieter mit ihren jeweiligen Nutzerkonten von überall anmelden und ihre Zutrittsrechte einsehen und verwalten. Sind diese Plattformen zudem intuitiv bedienbar, benötigt es keine groß angelegte Umschulung der Mitarbeiter. Ein weiterer Vorteil dieser digitalen Schließsysteme ist die schnelle Reaktion beim Verlust eines Transponders oder eines anderen Schließmediums in Echtzeit.

 

Für alle, die lieber ihr vorhandenes ERP-System nutzen wollen, gibt es außerdem Lösungen mit offenen API-Schnittstellen. Über eine API können die Funktionen des elektronischen Schließsystems in bereits vorhandene Systeme eingebunden werden, um zu vermeiden zwei Software Lösungen parallel zu nutzen. Die Schlüsselverwaltung kann demnach in bereits eingespielte Arbeitsprozesse integriert werden.

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6. Datenschutz: Dann weiß ja jeder, wann wer durch welche Tür gegangen ist!

Bei den meisten elektronischen Schließsystem werden durch die elektronische Identifikation der Nutzer viele Daten gespeichert. Damit ist die Anonymität der Nutzer oft nicht mehr gegeben.
Einige elektronische Schließanlagen umfassen ebenfalls eine Zutrittskontrolle. Dieses Prinzip ist meist für große Büroanlagen relevant. Dort wird beispielsweise die Anwesenheitskontrolle mit dem Schließsystem verknüpft. Auch im Mehrfamilienhaus gibt es Systeme, die Nutzerdaten sammeln. Dazu zählt beispielweise Paco unlimited, die zusätzlich Daten für die Betriebskostenabrechnung auswerten.

 

Der Schutz der Privatsphäre der Bewohner eines Mehrfamilienhauses sollte allerdings oberste Priorität haben. Technisch besteht bei manchen elektronischen Türschlössern die Möglichkeit, erst gar keine Nutzungsprofile zu erstellen. Das bedeutet, dass keinerlei Nutzungsdaten von Mietern aufgezeichnet werden. Es ist lediglich bekannt, welcher Nutzer zu welchen Türen Zutritt hat. Nicht bekannt ist, wer wann durch welche Tür gegangen ist.

In anderen Fällen ist es allerdings von Vorteil, auf einen Blick ersichtlich zu haben, wer wann welche Tür geöffnet hat: Zum Beispiel, wenn Hausverwalter Dienstleister beauftragen oder wenn ein Bewohner eine Reinigungskraft engagiert. Achten sollte man darauf, dass alle Datenschutzrichtlinien eingehalten werden und das die Zutrittskontrolle als eine Option zur Verfügung gestellt wird und nicht als Pflichtfunktion eingebaut ist. Mehr Informationen zum Thema Zutrittskontrolle finden Sie hier.

7. Eine elektronische Schließanlage bietet Angriffspunkte für Hacker!

Die letzte große Diskussion rund um das Thema Sicherheit von elektronischen Türschlössern löste Amazon Key aus. Neben der natürlichen Abwehr, eine fremde Person allein in die eigenen vier Wände zu lassen, zweifelten viele die Sicherheit eines Smart Locks an.

 

Sicherheit ist ein sehr wichtiges Thema, wenn man über digitale Lösungen spricht. Letztendlich bieten alle Lösungen, die digital sind bzw. eine Internetverbindung haben, Angriffspunkte für Hacker. Die Frage, die man sich stellen muss: Wie viele Angriffspunkte und wie schwer sind die eingebauten Sicherheitshürden zu überwinden?

 

Eine noch wichtigere Frage, die man sich stellen sollte: Wie sicher ist ein elektronisches Türschloss verglichen mit dem traditionellen Metallschlüssel?

 

Die letzte Frage ist selbst für Laien sehr schnell und einfach beantwortet.

 

Der mechanische Schlüssel birgt zahlreiche Sicherheitsrisiken, da er immer wieder verloren wird. Elektronische Schließsysteme haben den Vorteil, dass verlorene Schließmedien deaktiviert werden können. Zudem können Metallschlüssel sehr einfach kopiert werden. Ein digitales Zutrittsrecht oder auch die meisten Schließmedien, können gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand kopiert werden.

 

Die meisten elektronischen Türschlösser nutzen die höchsten Sicherheitsstandards. Neben dem aktuellen Sicherheitsstand der elektronischen Lösung geben vor allem das Team und das Unternehmen Aufschluss. Es gibt spezielle Zertifizierungen sowie regelmäßige Sicherheitsprüfungen. Einige Anbieter kooperieren mit Sicherheitsforschern oder Universitäten oder es gibt sogar ein Bug Bounty-Programm.

 

Festzuhalten ist, elektronische Schließsysteme sind wesentlich sicherer als traditionelle Metallschlüssel. Die digitale Sicherheit lässt sich meist nur mit einer tieferen Analyse feststellen.

Eins zu null für das elektronische Türschloss

Nicht alle oft genannten Nachteile elektronischer Schließsysteme treffen auf alle Lösungen zu. Man darf nicht außer Acht lassen, dass der Markt für elektronische Schließsysteme weiter wächst und es somit zahlreiche Anbieter gibt, die sehr unterschiedliche Produkte anbieten. Worauf Sie bei der Wahl einer elektronischen Schließanlage achten müssen, haben wir in unserer Guideline für Sie zusammengefasst.

 

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Vorteile elektronischer Türschlösser den Nachteilen herkömmlicher Schließanlagen gegenüberstehen und bei den meisten überwiegen. Die Sicherheitsrisiken und der enorme Verwaltungsaufwand des Metallschlüssels machen ein Umdenken vom traditionellen Schlüssel hin zu sicheren Alternativen unumgänglich.

 

Sie haben weitere Fragen oder Bedenken? Unsere Experten helfen Ihnen gern weiter!

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Claudia Nagel

Dr.-Ing. Claudia Nagel leitet als Geschäftsführerin den operativen und technischen Bereich bei KIWI. Vor der Unternehmensgründung war die promovierte Ingenieurin Projektleiterin bei McKinsey. Als Erfinderin von KIWI ist sie die Expertin für alle Schlüsselthemen.

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