Sicherheit elektronischer Schließsysteme

So bewerten Sie die Sicherheit elektronischer Schließsysteme [Checkliste]

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Trotz großer Sicherheitsbedenken ist die mechanische Schließanlage nach wie vor im Einsatz in deutschen Mehrfamilienhäusern. Die bewährte Technik ist längst überholt und bedarf einer smarten Alternative . Darum durchleuchtet dieser Beitrag die Sicherheit elektronischer Schließsysteme.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mechanische Schließsysteme bringen Unsicherheit, Zeitaufwand und Fehler mit sich
  • Hausverwaltungen, Dienstleistungsunternehmen und Bewohner sind von Sicherheitslücken des Metallschlüssels betroffen
  • Elektronische Schließsysteme können Flexibilität und Sicherheit bei der Schlüsselverwaltung verbinden
  • Sicherer als traditionelle Metallschlüssel und erhöhte Sicherheit im Alltag
  • Prüfen Sie die Anbieter, wie Sie gegen Hacker-Angriffe aufgestellt sind.

Früher war nicht alles besser

Er ist das Symbol für den Einzug in die erste eigene Wohnung oder die eigenen vier Wände: der Metallschlüssel. Übergeben symbolisiert er den Besitz von einem abschließbaren Raum zur eigenen Nutzung. Auch bei der Mehrheit der Mehrfamilienhäuser ist dieses traditionelle Schließsystem verbreitet. Mechanische Schließanlagen findet man in nahezu jedem Mehrfamilienhaus. Jeder kennt das Prinzip. Metallschlüssel und Türschloss, Tür auf, Tür zu. Warum sollte man dann überhaupt Zweifel hegen und über eine Umrüstung auf ein elektronisches Schließsystem nachdenken?

Warum überhaupt an Umrüstung denken?

So simpel und sorglos, wie es scheint, ist der Einsatz einer mechanischen Schließanlage nicht. Mechanische Schlüssel bedeuten für Verwalter, Vermieter, Bewohner und zuständige Dienstleister hohe Kosten, Sicherheitsrisiken und verschenkte Arbeitszeit . Beispielsweise gehen pro durchschnittlichem Mehrfamilienhaus im Jahr rund 23 Schlüssel verloren. 23 Sicherheitslücken, die sich nur mit erheblicher Zeitverzögerung durch den Austausch der Schlösser schließen lassen.

 

Doch nicht nur verlorene Schlüssel bereiten Hausverwaltern Kopfschmerzen. Auch Schlüsselkopien werden regelmäßig beispielsweise von Bewohnern angefertigt, ohne dies dem Vermieter zu melden. Wer weiß also, wie viele Schlüssel zu verschiedenen Schlössern in Umlauf sind? Sicher ist sich da niemand.

 

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Neben dem Chaos, das traditionelles Schlüsselmanagement meist mit sich bringt, kommen noch hohe Kosten hinzu. 1.911 Euro Verwaltungskosten fallen jährlich im Schnitt pro Mehrfamilienhaus in Deutschland für das Schlüsselmanagement an. Mit einem elektronischen Schließsystem können Verwalter nicht nur die Kosten der Schlüsselverwaltung durch Effizienzsteigerung senken, sondern vor allem auch die Sicherheit der Immobilien erhöhen.

Nachteile mechanischer Schließanlagen für–die verschiedenen Anwendergruppen:

Für die verschiedenen Benutzergruppen, die von der Sicherheit der Schließanlage im Mehrfamilienhaus betroffen sind, ergeben sich unterschiedliche Auswirkungen.

 

Hausverwaltung:

Da wäre zum einen die Hausverwaltung. Der Pluspunkt der traditionellen Schlüsselverwaltung ist die Macht der Gewohnheit. Einige Hausverwaltungen fürchten großen Schulungsaufwand ihrer Mitarbeiter bei Umrüstung auf ein elektronisches System. Dabei kostet die Verwaltung einer mechanischen Schließanlage viel Arbeitszeit. Insbesondere unter dem Sicherheitsaspekt. Da das herkömmliche Schlüsselmanagement meist unübersichtlich und fehleranfällig ist, ist es umso aufwändiger, die Sicherheit des Gebäudes zu wahren. Hinzukommt Frustration über zu langsame Reaktionszeiten, sollte ein Schlüssel verloren gehen. Die Maßnahmen, die notwendig sind um die Sicherheit der mechanischen Schließanlage zu gewährleisten, sind ineffizient. Außerdem bleibt die Frage nach der Schlüsselhoheit ungeklärt.

 

  • kostet viel Arbeitszeit
  • auf Kosten der Sicherheit
  • unübersichtlich und fehleranfällig
  • keine Schlüsselhoheit

Dienstleister:

Dienstleistungsunternehmen kosten mechanische Schließanlagen vor allem eines: Zeit. Für Schlüsselübergaben müssen beispielweise Handwerker häufig kreuz und quer durch die Stadt fahren – ohne die Garantie, am Ende den richtigen Schlüssel zu erhalten. Auf der anderen Seite steigt mit jedem ausgegebenen Schlüssel das Sicherheitsrisiko für Gebäude und Bewohner.

 

Eine provisorische Lösung sind sogenannte Schlüsseltresore. Diese werden meist an der Außenwand eines Gebäudes installiert, um Gebäudeschlüssel darin zu deponieren. Auch dazu wird – wie könnte es anders sein – natürlich der passende Schlüssel benötigt. Dieser kann ebenfalls gestohlen oder verloren werden. Außerdem sind Schlüsseltresore aus ganz menschlichen Gründen sehr fehleranfällig. Wer hat nicht schon einmal vergessen, einen Schlüssel zurückzuhängen?

 

Hinzukommt die fehlende Flexibilität in Notsituationen. Steckt beispielsweise ein Aufzug fest, müssen gefangene Personen aufgrund des Schlüsselproblems mit langen Wartezeiten rechnen. Ebenso, sollte im Winter die Heizung ausfallen. Rettungsdienste wie Feuerwehr oder Notdienst sind ebenfalls auf Schlüsseldepots angewiesen. In akuten Notfällen hängt die Sicherheit von Personen also an einem fehleranfälligen System.

 

  • kostet viel Arbeitszeit
  • Sicherheitslücken bei Ausgabe von Schlüsseln
  • Extrafahrten und -kosten, wenn der Schlüssel nicht passt
  • Konzept von Schlüsseltresor und -übergaben mit manuellem Protokoll sind fehleranfällig
  • Keine Flexibilität im Notfall

Mieter:

Auch Bewohnern fällt der mechanische Schlüssel im Alltag zur Last. Neben Unannehmlichkeiten wie der morgendlichen Suche nach dem Schlüsselbund kommt es zu Sorgen um die Sicherheit der Wohnung. Nicht selten tauschen Mieter bei Einzug das Schloss der Wohnungstür aus. Nur so zur Sicherheit. Das sollte eigentlich nicht notwendig sein. Wird der Schlüssel einmal verloren, kommen hohe Kosten für den Schlüsseldienst auf den Mieter zu.

 

Das macht eine elektronische Schließanlage aus

Was vielen beim Szenario der Verwaltung von Mehrfamilienhäusern noch nicht bewusst ist: Es gibt eine sicherere Alternative. Elektronische Schließsysteme sind längst nicht mehr auf Hotels oder Bürogebäude begrenzt. Speziell für die Wohnungswirtschaft entwickelte elektronische Schließsysteme garantieren die Sicherheit und die Flexibilität von Wohnhäusern.

 

Die Funktionsweise der Zutrittsverwaltung einer elektronischen Schließanlage kann sich von System zu System unterscheiden. Ihnen gemein sind in der Regel drei grundlegende Komponenten, aus denen das Schließsystem besteht:

 

  • Die digitale Verwaltungssoftware,
  • eine technische Komponente an der jeweiligen Tür
  • und ein Schließmedium, das der Nutzer bei sich trägt um die Tür zu öffnen.

 

Schließmedien und Türkomponenten weisen teils unterschiedliche Arten der Installation, Stromversorgung und Vernetzung auf. Mechanische und elektronische Schließanlagen können außerdem in Kombination genutzt werden. Es gibt Funktionen wie die Verwaltung von Zutrittsrechten aus der Ferne, Deaktivierung von verlorenen Transpondern in Echtzeit und zeitbegrenzte Zutrittsberechtigungen für Dienstleister. Hinzu kommen strenge Angaben zu Sicherheit und Datenschutz.

 

Um auf der Suche nach der passenden elektronischen Schließanlage für Sie die Sicherheitsfaktoren genau im Auge behalten zu können, hilft eine Liste mit den wichtigsten Punkten. Hier können Sie sich dieses praktische Hilfsmittel direkt als PDF-Dokument herunterladen.

Checkliste herunterladen

Sicherheit elektronischer Schließsysteme für die verschiedenen Anwendergruppen

Hausverwaltung

Mit elektronischen Schließsystemen sichert die Hausverwaltung ihr eigenes Schlüsselmanagement gegen zahlreiche Fehler ab. Durch flexible Zutrittsrechtevergabe kann sie schnell eingreifen, sollte es zu einem Notfall kommen. Neben Funktionen, die einfach die Arbeit eines Hausverwalters erleichtern und somit Zeit einsparen, wird die Sicherheit des Bestandes gewahrt. Ziehen Bewohner aus, weiß sich der Eigentümer oder Verwalter zweifellos im Besitz der vollen Schlüsselhoheit. Es gibt keine Schlüsselkopien mehr, die im Umlauf sind. Zutrittsrechte werden aus der Ferne mit wenigen Klicks vergeben und gelöscht.

 

  • Sichere Verwaltung
  • Kein Risiko bei Schlüsselverlust
  • Schlüsselhoheit bei Auszug des Mieters

Dienstleister

Als erstes sticht die Arbeitserleichterung die Dienstleister ins Auge. Schlüsselübergaben passieren digital mittels Transponder oder direkt aufs Smartphone. Dadurch wird nicht nur die Arbeitszeit reduziert, sondern auch die Fehlerquelle Schlüsselübergabe.

 

Mieter

Insbesondere für ältere Bewohner erhöht sich durch die Barrierefreiheit, die der Verzicht auf Metallschlüssel mit sich bringt, die Sicherheit im Alltag.
Mieter können sich bei Einzug in eine neue Wohnung ebenso der vollen Schlüsselhoheit sicher sein. Metallschlüssel, die von den Vormietern in Umlauf gebracht wurden, gibt es nicht. Zusätzlich steigt ihre eigene Flexibilität. Benötigt beispielsweise der Babysitter oder die Nachbarin Zugang zur Wohnung, kann diese ebenfalls das Zutrittsrecht per Smartphone-App erhalten.

 

  • Bei Schlüsselverlust kein Austausch von Schlössern
  • Keine nachgemachten Schlüssel mehr
  • Erhöhte Flexibilität und Komfort beim Öffnen und bei der Vergabe von Zutrittsrechten.

Aber kann man das nicht hacken?

Die erste Sorge, die meist beim Thema Sicherheit elektronischer Schließsysteme geäußert wird, ist die Sicherheit der Technik dahinter. Die Befürchtung, dass das Mehrfamilienhaus gehackt werden kann, ist in Zeiten der Digitalisierung allgegenwärtig. Auch hier muss selbstverständlich zwischen verschiedenen Systemen und Anbietern unterschieden werden. Erst kürzlich machte die Hotelbranche Schlagzeilen mit unsicheren elektronischen Türkarten.

 

Doch es gleicht nicht ein Ei dem anderen. Das elektronische Schließsystem KIWI beispielweise ist gegen verschiedenste Hackerangriffe geschützt. Sicherheit und Datenschutz stehen im Fokus. Die Informationen darüber, welcher Bewohner wann durch welche Tür ging, sind nicht nachverfolgbar. Die Kommunikation zwischen den Transpondern und dem TÜV-zertifizierten KIWI Türsensor funktioniert über ein zum Patent angemeldetes Verschlüsselungsverfahren.

 

 

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Claudia Nagel

Dr.-Ing. Claudia Nagel hatte die Idee zu KIWI und gründete das PropTech 2012 gemeinsam mit Christian Bogatu und Peter Dietrich. Vor der Unternehmensgründung war die promovierte Ingenieurin Projektleiterin bei McKinsey. Als Erfinderin von KIWI ist sie die Expertin für alle Schlüsselthemen.

1 Comment
  • Levap Niluvirk
    Antworten
    Posted at 17:28, 6. Juni 2018

    cool

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